Aus der polnischen Presse
Prof. Dr. Malgorzata Czabanska-Rosada
Alle Texte und Bilder stammen von Herrn Dariusz Brozek.



Miedzyrzecz / Meseritz


Meseritz wird die Laufhauptstadt Polens
Etwa 100 Langstreckenläufer aus Polen werden an Meisterschaften im 10 Kilometerlauf am 23. April im Meseritzer Stadion teilnehmen.
Die Vorbereitungen sind im vollem Gange. Es wird ein Sportereignis nicht nur des Jahres sondern der Dekade sein. Solche Nachrichten hat man gern.
Der polnischer Leichtathletikverband hat der Gemeinde Meseritz und dem Meseritzer Sport- und Erholungszentrum das Recht für die Veranstaltung der Laufmeisterschaften erteilt. Die Meisterschaft findet am 23. April auf der Tartanbahn des Meseritzer Stadions statt. Die Veranstalter rechnen mit der Teilnahme von einhundert besten lizensierten Langläufern aus Polen – sowohl Männern als auch Frauen.
„Neben den Sportlern werden wir auch ihre Trainer, Physiotherapeuten, Familien und Fans zu Gast haben“, sagt Grzegorz Rydzanicz, der Direktor des Meseritzer Sportzentrums.
„Es wird ein großes Ereignis und Sportfest vom gesamtpolnischen Renommee sein und zugleich auch eine Chance für das Ansehen der Stadt.“ Er betont, daß viele Bewohner der Gemeinde Meseritz den Langlauf betreiben. Für sie werden in dem Stadion Laufabende organisiert, an welchen Langläufer aus der Sportgruppe „Meseritzer Gazellen“ teilnehmen. Sie werden im April die Möglichkeit haben, den Besten zuzuschauen.
Um die Ausrichtung der Meisterschaften haben sich mehrere, oft viel größere Städte als Meseritz beworben.
„Es wird eine große logistische Herausforderung sein. Die Vorbereitungen seitens der Stadt sind im vollem Gang und in der zweiten Aprilhälfte soll alles auf das Sorgfältigste vorbereitet werden“, sagt der Bürgermeister.
Er betont auch, daß das Privileg die Veranstaltung gesamtpolnischer Meisterschaften auszurichten, das Ergebnis des vor ein paar Jahren durchgeführten gründlichen Umbaus des Stadions sei. Es wurde damals der leichtathletische Teil ausgebaut und die Laufbahnen mit Tartan (Kunststoff für Leichtathletikbahnen) belegt.


Die Gemeinde hat die Expertisen finanziert. Jetzt ist Zeit zum Handeln!
Die Tiefbrunnen im Erholungszentrum am Glembuchsee haben keinen Einfluss auf den Wasserspiegel in diesem Gewässer. Zu dieser Feststellung sind Wissenschaftler gekommen, die während einiger Monate die Gründe der Austrocknung des Sees erforschten. Sie haben ihre Ergebnisse in der Starostei vorgestellt.
Seit ein paar Jahren werden die Bewohner und Touristen durch die ständige Senkung des Wasserspiegels im Glembuchsee beunruhigt. Der See ist zwar Staatseigentum und wird vom Meseritzer Starosten verwaltet, die Gemeindebehörden wollen jedoch dem Problem nicht ausweichen. Auf Antrag des Bürgermeisters haben die Stadtratsmitglieder die Genehmigung auf Finanzierung der Untersuchungen des Sees erteilt.
Das Ziel war die Feststellung der Ursachen und eventueller Mittel, um den See vor weiterer Austrocknung zu retten. Die Wissenschaftler haben betont, daß die Senkung der Grundwässer und die Austrocknung der Gewässer globale Probleme sind.
Besonders spürbar ist es in Großpolen und der Woiwodschaft Lebus sowie in Pommern. Es werden demnächst vier Varianten der Rettung des Glembuchsees vorgeschlagen. Alle sind sehr teuer. Unter anderem müsste man den See mit Wasser aus der Oder oder aus Tertiärschichten versorgen.
Experten haben festgestellt, daß die Tiefbrunnen keinen negativen Einfluss auf den Wasserspiegel haben. Die mögliche Umsetzung der vorgeschlagenen Methoden muss durch spezielle und lang andauernde Untersuchungen und Prozeduren eingeleitet werden. Da jede dieser Methoden kostspielig ist, müssen die Kosten auf mehrere Schultern verteilt werden.
„In den letzten Jahren erschienen in der Öffentlichkeit viele Vorschläge und Meinungen. Auch unbegründete Vorwürfe gegen die Gemeinde und gegen mich. Jetzt besitzen wir entsprechende Kenntnisse, Feststellungen und Fachaussagen. Wir warten nun auf Vorschläge des Verwalters des Glembuchsees“, sagt Bürgermeister Lorenz.


Zusätzliches Geld für das Museum
Die Gemeinde Meseritz hat über 250.000 Euro für den Ausbau der touristischen Attraktion – des Museums des Oder-Warthe-Bogens in Pniewo bekommen. Die Bauarbeiten des Befestigungsmuseums gehen langsam zu Ende.
Trotz Corona und der Modernisierungsarbeiten haben fast 37 000 Besucher aus der ganzen Welt das Museum im Jahr 2021 besichtigt. Und das ist die erste gute Nachricht.
Die zweite betrifft die Finanzierung des Ausbaus. Internationale Experten haben über 250.000 Euro der Investition geschenkt. Der Zuschuss stammt aus dem internationalen Programm Interreg VA, weil die Bauarbeiten im Rahmen des polnisch-deutschen Projektes „Der gemeinsamen Geschichte“ realisiert werden. Projektpartner ist die Gemeinde Seelow in Deutschland. Zurzeit werden die Festigungsarbeiten durchgeführt.
Die letzte Etappe der Investition wird die Instandsetzung der Schmalspurbahn in den Korridoren des Oder-Neiße-Bogens, die zwischen den Bunkern 716 und 717 mit dem Bahnhof Heinrich pendeln wird. Sie wird erst nach dem 15. April montiert, wenn die dort wohnenden Fledermäuse die Räume verlassen.
Das neue Museum wird Ende Mai bzw. Anfang Juni 2022 eröffnet. Der Bunker, das Labyrinth unterirdischer Korridore und den Legenden von den dort durch Deutsche versteckten Schätzen ziehen Touristen und Festungsliebhaber aus der ganzen Welt an.
Das Museum und die Bunker sind die größte touristische Attraktion nicht nur der Gemeinde Meseritz, sondern der ganzen Region. Sie sind als Wahrzeichen erkennbar - in Polen und im Ausland.


Der neue Industriepark –
ein Magnet für Investoren
In Kürze beginnen Erschließungsarbeiten im neuen Meseritzer Industriepark. Bürgermeister Lorenz hat gerade den Vertrag mit Firma Gorem unterschrieben, die die Ausschreibung für die Durchführung dieser Investition gewonnen hat.
Die neue Industriezone wird ein weiteres Schwungrad für die Stadtentwicklung sein. Deswegen hat diese Investition eine strategische Bedeutung für Meseritz und seine Einwohner. Für die Realisierung bekam die Stadt über eine Million Euro Regierungszuschuss. Ende Juni 2023 sollen erste, erschlossene Grundstücke den Investoren zur Verfügung gestellt werden.
Bevor es aber dazu kommt, müssen auf den Feldern und Wiesen Straßen, Wasserleitungen, Bürgersteige, Beleuchtung und Energienetze gebaut werden. Die Gesamtfläche der geplanten Industriezone beträgt 103 Hektar.


In der Posener Straße
ist es heller geworden

Entlang der ulica Poznanska (ehem. Posener Straße) wurden zusätzlich elf neue Straßenlampen montiert, welche auch den Fahrradweg und den Bürgersteig beleuchten.
Die Investition wurde aus dem Gemeindebudget finanziert.






Fast zwei Millionen für die Förderung Behinderter in der Gemeinde Meseritz
Das Lebuser Woiwodenamt und das Marschallamt der Woiwodschaft Lebus haben dem Meseritzer Sozialamt zwei Zuschüsse in der Gesamthöhe von fast zwei Millionen Zloty überwiesen. Der gesamte Betrag soll für die Betreuung von Behinderten verwendet werden.


Bildungssprung in die Zukunft
Die Grundschulen in der Gemeinde Meseritz bekommen moderne Geräte im Wert von fast 120.000 Euro.
Es werden 3D-Drucker und Bildungsroboter angeschafft, dank welcher sich die Schüler mit Zukunftstechnologien vertraut machen, ihre Kenntnisse entwickeln und ihre Fähigkeiten erweitern können. Das vom Bildungsministerium zugewiesene Geld ist schon auf dem Bankkonto der Gemeinde und bald werden die Geräte gekauft und in die Schulen verschickt.
Das Ziel des von der Regierung finanzierten Projektes ist die Entwicklung einer modernen
Schule, wo der Unterricht auf eine interessante, moderne Weise geführt wird. Die Anwendung moderner Bildungsmittel hilft auch, junge Talente zu entdecken und in den Schülern die Motivation für das Lernen zu wecken.
Das Programm heißt „Labor der Zukunft“ . Sein Ziel ist die Vorbereitung der Schüler auf die Herausforderungen, die in der Zukunft auf sie warten.


Kulturpreis des Marschallamtes für Andrzej Chmielewski
Der Regionalforscher und zugleich Vizevorsitzende des Stadtrates Andrzej Chmielewski bekam den Goldenen Dukaten – den Kulturpreis des Marschallsamtes der Woiwodschaft Lebus für Förderung des Kulturlebens. Der Galaempfang fand am 4. Februar im Grünberger Palmenhaus statt.
Andrzej Chmielewski ist eine in der Region wohlbekannte Person. Er hat über 40 Bücher und Broschüren über die Natur, touristische Attraktionen und die Geschichte des Meseritzer Landes und der Lebus-großpolnischen Region geschrieben und veröffentlicht. Die Veranstalter haben mit dem Preis seine publizistische Tätigkeit und die Förderung des Kulturlebens in der Region gewürdigt.


In Meseritz beginnt die größte Stadtinvestition
Seit Jahren sprach man von der dringenden Notwendigkeit der Modernisierung der bestehenden Kläranlage.
Endlich ist die Zeit gekommen und der Umbau wird bald beginnen. Die ganze Investition wird nicht billig.
Die Kosten wurden auf fast 10 Millionen Euro geschätzt. Die seit 30 Jahre größte Investition hat strategische Bedeutung für die Stadtentwicklung. Die Bauarbeiten sollen bis Mai 2023 abgeschlossen werden.


Soldaten aus Meseritz auf der Südflanke der NATO
Über zweihundert Soldaten der 17. Großpolnischen Technischen Brigade sind zu einer Mission nach Rumänien geflogen.
Während der Abschiedsfeier wünschte ihnen Bürgermeister Lorenz das Soldatenglück. In der ein halbes Jahr dauernden Mission werden die Meseritzer Soldaten gemeinsam mit denen aus Rumänien und anderen NATO-Ländern üben.


Das Festival der Freunde und der Pfadfinderbruderschaft
Das Festival des Pfadfinderliedes SIORBA hat ein großes Echo in der Region gefunden. Pfadfinder aus den Woiwodschaften Lebus und Großpolen haben sich in den gastfreundlichen Räumen des Meseritzer Kulturzentrums aus Anlass des alljährlichen Festivals SIORBA versammelt.
Am künstlerischen Wettbewerb nahmen fünfzehn Pfadfindergruppen teil. Die dreizehnte Veranstaltung wurde wieder zum Fest der jugendlichen Energie und des Enthusiasmus, sowie vokaler und instrumentaler Begabungen junger Künstler in grauen und grünen Uniformen.
Der Auftakt des Festivals war das traditionelle Schlürfen des Fruchtgelees. (Polnisch heißt „schlürfen“ „siorbac“ und daher der Name des Festivals „SIORBA“) Die Veranstalter haben auf die Bühne ihre Freunde eingeladen, darunter den Bürgermeister Herrn Lorenz, den Vizevorsitzenden des Stadtrates Herrn Chmielewski und die Direktorin des Kulturzentrums Frau Izydorczyk-Lewy. Den Grand Prix des Festivals hat die 46. Pfadfinderabteilung aus Driesen gewonnen. Das Festival wurde von der Pfadfindereinheit Meseritz organisiert.


Meseritz sammelt für ein krankes Mädchen
Das karitative Konzert für Maja Tomczak hat sich als Marathon verschiedener Attraktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erwiesen. Der Bürgermeister hat sich bei den Organisatoren und Einwohnern für ihr Engagement und ihre Grosszügigkeit bedankt. Die nicht mal zweijährige Maja aus Bentschen kämpft gegen eine schwere Krankheit, die ihr jeden Tag die Kräfte und Hoffnung auf Genesung nimmt. Die einzige Chance für das kleine Kind ist eine sehr teure Therapie. Deswegen werden im ganzen Land Kollekten gesammelt. Auch Meseritz hat sich angeschlossen.

Am Sonntag den 13. Februar fand in der
Sporthalle ein karitatives Konzert statt. Auf dem Parkplatz vor der Sporthalle wurde ein Basar mit Imbissbuden und Handarbeiten organisiert. Am Konzert beteiligten sich lokale Tanzgruppen, Musikbands und der aus Warschau gekommene bekannte polnische Popsänger Andrzej Krzywy aus Warschau. Besondere Aufregung erregte die Versteigerung verschiedener, zum Teil auch wertvoller Gegenstände, welche von Meseritzern verschenkt wurden. Unter den Gegenständen befanden sich unter anderem die Medaille der Meisterschaften Polens, welche Monika Michalik, die Bronzemedaillenträgerin der Olympiade in Rio de Janeiro gespendet hat.
Die Medaille wurde für sechs tausend Zloty gekauft! Insgesamt hat man über zehntausend Euro gesammelt. Die ganze Summe wird auf das Konto der Stiftung überwiesen, welche die kleine Maja betreut.


Eine bekannte Bäckerei schließt
Nach 35 Jahren ihrer Tätigkeit schließt die bekannte Bäckerei der Familie Radiszewski in der ulica Libelta (ehem. Jahnstraße). Mitte Januar erschien auf der Eingangstür ein Zettel mit der Information, daß am 22. Januar zum letzten Mal Brot, Brötchen, Hefegebäck und andere schmackhafte Süssigkeiten angeboten werden.
Die Inhaber der Bäckerei haben betont, daß sie immer auf Qualität, handwerkliche Grundsätze und beste Zutaten geachtet haben, weil sie der Meinung waren, daß ihre Kunden das wert sind.
Sie verabschiedeten sich von ihren Kunden und nannten die Gründe der so schweren Entscheidung. Die rapide in die Höhe gegangenen Energiekosten machen die Fortsetzung der Tätigkeit unmöglich. Die Inhaber der Bäckerei haben die Information bekommen, daß Gas- und Energiekosten ab Januar um 300 Prozent steigen. Damit wird ihre Tätigkeit nicht mehr rentabel.
Die Einwohner von Meseritz haben die Nachricht mit Bedauern entgegengenommen. Am Samstag stand vor der Bäckerei der Familie Radiszewski eine lange Schlange von Kunden. Alles wurde verkauft. Die Meseritzer wollten auf diese Weise zeigen, dass sie sich mit den Unternehmern solidarisieren.



Keszyca / Kainscht


In Kainscht wird die Kanalisation gelegt
Im Oktober 2022 werden die Einwohner von Kainscht die Sickergruben auflösen und weniger für Abwässer zahlen. Im Dorf begann gerade der Bau der Kanalisation, des Pumpwerkes und des Sammelrohres.
Die Kainschter Kanalisation wird dann an die Kläranlage im Regenwurmlager angeschlossen. Die nächste Etappe der Investition wird der Bau des Sanitätsnetzes in Nipter. Die Einwohner von Kainscht haben darauf viele Jahre gewartet. Die Bauarbeiten führt die Meseritzer Firma Niewiadomski aus.
Die Kosten der Investition in Kainscht wurden auf 700.000 Euro geschätzt. Der größte Teil wird aus dem staatlichen Fond für lokale Investitionen gedeckt.



Wyszanow / Wischen


Entlastung für Feuerwehrvorstände in Obergörzig und Wischen
In den Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr fanden zum Jahresbeginn die Hauptversammlungen statt. Als erste haben die Vorstände aus Wischen und Obergörzig ihre Berichte erstattet. Der neue LKW für die Feuerwehr in Wischen war eines der Themen. Für den Einkauf wurde ein Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro eingeräumt. Man diskutierte auch über die Einsätze im vergangenen Jahr und besprach Pläne für das 2022. Besonders kräftig ist die Einheit aus Wischen, wo viele neue Kameraden sich anschlossen, darunter auch junge Frauen.
Bürgermeister Lorenz bedankte sich bei allen Feuerwehrleuten für ihre Hilfsbereitschaft. Er selbst ist auch aktives Mitglied. Er versprach den Versammelten, daß er sich alle Mühe geben wird, um jedes Jahr einen neuen LKW für die Einheiten der Gemeinde Meseritz zu beschaffen. In diesem Jahr bekommt die Einheit aus Wischen den neuen Spezialwagen und für das nächste Jahr ist die Beschaffung für Obergörzig geplant.



Trzciel / Tirschtiegel


Grundstein für die Umgehungsstraße Tirschtiegels wurde gelegt
Am 30. Dezember 2021 fand in der Nähe von Tirschtiegel an der Strecke Tirschtiegel – Bentschen die symbolische Grundsteinlegung für die seit langem erwartete Umgehungsstraße Tirschtiegels statt. Die gesamte Investition wird über 30 Millionen Zloty kosten und wird zum Teil aus Mitteln der Woiwodschaft Lebus finanziert. Die Bauarbeiten haben schon begonnen und wenn alles gut geht, wird die Umgehungsstraße Ende 2023 fertig. An der Grundsteinlegung nahmen der Vizemarschall der Woiwodschaft Lebus Marcin Jablonski, die Meseritzer Starostin Agnieszka Olender, der Bürgermeister von Tirschtiegel Jaroslaw Kaczmarek und der Direktor der Infrastrukturabteilung des Marschallamtes Slawomir Kotylak teil.





Presse-Archiv:
Mitteilungen aus der poln. Presse IV/2021
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