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Das 15. Heimatreffen der Meseritzer und
Birnbaumer in Perleberg in der Prignitz
am 9.5.2026
Text: A .Fischer v. Mollard
Fotos: A. Fischer v. Mollard, W. u. J. Gladisch,
Red. Heimatgruß
In diesem Jahr trafen sich die Heimatfreunde des
ehemaligen Kreises Meseritz am 9. Mai zum 15.
Mal in Perleberg. Ein Blick in die Annalen, d.h. in
unseren HEIMATGRUSS Nr. 157 vom Juli 2001, verrät
mehr über das erste Heimatkreistreffen in der
Prignitz: Es fand am 12. Mai 2001 in der Tennishalle
des Neuen Hennings Hofes statt, wie uns
der unvergessene Chronist Joachim Schmidt berichtet.
Er beschreibt die große Unsicherheit in der
Vorbereitungsphase des Treffens über die Zahl der
zu erwartenden Teilnehmer bei den Organisatoren.
Die Schätzungen der ganz Mutigen lagen bei
600, Skeptiker meinten lediglich „Nie und nimmer!“
Am Ende sollten alle mit ihren Erwartungen falsch
gelegen haben, denn Joachim Schmidt schreibt
von „etwa 900“ Heimatfreunden, die zum Ersten
Prignitzer Heimatkreistreffen der Meseritzer in den
Neuen Hennings Hof gekommen waren.
Seitdem ist ein Vierteljahrhundert vergangen,
viele Heimatfreundinnen und –freunde sind nicht
mehr unter uns und auch die Zeiger unserer persönlichen
Lebensuhr sind um ganze 25 Jahre vorgerückt,
die eigene Mobilität hat erheblich nachgelassen,
während gleichzeitig die „Nebenwirkungen
des Älterwerdens“ rasant zugenommen haben.
Wegen der stetig abnehmenden Teilnehmerzahl
wurde inzwischen der Veranstaltungsort in
Perleberg von der Tennishalle im Neuen Hennings
Hof in den Saal des Hotels Stadt Magdeburg verlegt;
und die HKr-Treffen im Patenkreis des HKr
Meseritz in Paderborn, sind aufgrund der geringen
Teilnehmerzahl ganz eingestellt worden –
immerhin zugunsten eines nunmehr jährlich stattfindenden
Wiedersehens in der Prignitz. Trotz aller Veränderungen und angesichts der
15 Treffen auch trotz aller Routine ist eines geblieben,
nämlich die bange Frage: Wie viele
Heimatfreunde werden wohl in diesem Jahr noch
zu unserem Treffen kommen? Die Antwort liegt
jetzt vor: Es waren weniger als 5 Prozent der
Teilnehmerzahl des Jahres 2001. Einschließlich unserer Gäste aus Polen waren insgesamt 38
Teilnehmer*innen ins Hotel Stadt Magdeburg gekommen.
Die demografisch bedingte Entwicklung in den
stetig abnehmenden Anwesenheitszahlen kann
leider niemand aufhalten. Vorstand und Beirat
unserer Gemeinschaft können sich lediglich
weiterhin bemühen, Qualität und Umfang unseres
HEIMATGRUSS, dem „alle Heimatfreunde umschließenden
Band“, wie es Leonhard von
Kalckreuth einmal ausgedrückt hatte, auf hohem
Niveau zu halten. Das kann nur gelingen, wenn
Sie, liebe Heimatfreunde und liebe Leser, unser
ehrenamtliches Bemühen weiterhin mit Ihrer
Beitragsspende auf das Vereinskonto (IBAN DE85
4765 0130 1010 2375 09) und auch mit Beiträgen
für unsere Vereinspublikation unterstützen.
In diesem Jahr begeht der Heimatkreis
Meseritz e.V. sein 50. Gründungsjubiläum, denn
1976 wurde der Verein beim Amtsgericht
Paderborn in das Vereinsregister eingetragen.
Dementsprechend stand das diesjährige Perleberger
Treffen der Meseritzer Heimatfreunde ganz im
Zeichen des 50. Jahrestages der Vereinsgründung.
Schon am Vortag, am Freitagnachmittag, (8.
Mai) hatten Vorstand und Beirat alle Mitglieder und
Freunde aus Polen zu einer Rundfahrt durch die
Prignitz unter der Regie eines professionellen
Gästeführers mit anschließendem gemeinsamen
Spargelessen eingeladen. Weitere
Höhepunkte folgten dann am Samstag.
Joachim Gladisch
berichtet hier über die traditionelle Ausflugsfahrt in die Prignitz.
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Zum Ende des Heimatkreistreffens das Erinnerungsfoto mit Teilnehmern, Rednern und Ehrengästen zum 50. Gründungsjubiläum des HKr Meseritz |
In seiner Begrüßungsansprache führte der Vorsitzende Albrecht Fischer v. Mollard
u.a. aus:
»Ich beginne sogleich mit dem ersten Glanzpunkt
dieses Vormittags. Mit großer Freude heiße
ich eine hochkarätige Delegation sehr herzlich willkommen,
die heute in aller Frühe aus Meseritz
angereist ist, um mit uns gemeinsam das 50.
Gründungsjubiläum des Heimatkreis Meseritz zu
feiern.
Bitte begrüßen Sie mit einem herzlichen,
freundschaftlichen Applaus die Landrätin des Kreises
Miedzyrzecz, Frau Starosta Agnieszka Snieg.
Sie wird begleitet von der Sekretärin des Landratsamtes, Frau Anna
Sawka
· Herrn Prof. Marceli Tureczek, Historiker an Universität
Zielona Gora
· Herrn Dr. Grzegorz Urbanek. Als Historiker leitet
er in der Staatsbibliothek Gorzow/Landsberg
die Abteilung für Regionalgeschichte.
· Herrn Andrzej Chmielewski, stellvertretender
Vorsitzender des Meseritzer Stadtrats, Autor, Literat,
Verlagsleiter und in neuer Funktion Leiter
des Büros für die Förderung des Kreises
Miedzyrzecz.
Herr Chmielewski hatte schon
einmal 2017 an einem Heimattreffen, damals noch
im Neuen Hennings Hof, teilgenommen.
Ihnen allen ein herzliches Willkommen hier in
Perleberg.
Sehr verehrte Frau Landrätin, wir freuen uns
außerordentlich, dass Sie uns – nur wenige Monate
nach Ihrem Amtsantritt – bereits die Ehre Ihrer
Anwesenheit geben und an unserem Heimatkreistreffen
teilnehmen.
Sie hatten mir im Februar geschrieben – ich
zitiere wörtlich: „Ich schätze die Aktivitäten des
Heimatkreis Meseritz e.V. sehr, insbesondere Ihr
Engagement für die Bewahrung der historischen
Erinnerung sowie für gegenseitigen Respekt und
Dialog“. Für Ihre anerkennenden Worte möchte
ich mich im Namen aller Mitglieder unseres Vereins
herzlich bedanken. Genau darum geht es uns,
um die Bewahrung der Erinnerung an unsere
Heimatregion bzw. die unserer Eltern und Großeltern,
um den Dialog auf Augenhöhe, letztendlich
um Versöhnung und echte Freundschaft in den
deutsch-polnischen Beziehungen.
Wir sind dankbar für jeden Einzelnen, der mit
an diesem Strang zieht, insbesondere dann, wenn
er oder sie politische Verantwortung trägt. Insofern
ist Ihre Teilnahme und die Ihrer Begleitung
an unserem Heimatkreistreffen von besonderer
Bedeutung, weil Sie sich damit öffentlich mit unseren
Zielen identifizieren. Lassen Sie uns diesen
Weg gemeinsam weiter beschreiten. Nehmen
Sie das noch pflegebedürftige Pflänzchen der
polnisch-deutschen Freundschaft bitte mit nach
Miedzyrzecz und lassen Sie es dort zu einer großen
Sonnenblume wachsen, an der alle Bewohner
Ihres Kreises und darüber hinaus Freude haben!«
Die traditionelle Begrüßung der polnischen
Freunde erfolgte in diesem Jahr in einer anderen
Reihenfolge, denn der Vorsitzende fuhr dann fort:
»Nun zu unseren weiteren Gästen, d.h. Freunden,
die auch in diesem Jahr wieder nach Perleberg
angereist sind, um mit uns gemeinsam die Freundschaft, von der ich gerade sprach, zu pflegen,
zu genießen - und vielleicht auch zu begießen
– es muss ja nicht unbedingt mit Wasser sein!
Ihnen allen wie immer ebenfalls ein herzliches Willkommen
und vielen Dank, dass Ihr wieder die
weite Anreise und die damit verbundenen Kosten
auf Euch genommen habt.
An erster Stelle nenne ich heute ausnahmsweise
und aus besonderem Anlass, den ich gleich
noch erläutern werde, Herrn Tomasz Czabanski
aus Posen vom polnischen Verein POMOST, als
langjähriger Freund des Heimatkreis Meseritz allen
Anwesenden sicherlich bekannt.
Frau Dr. Malgorzata Czabanska Rosada, ebenfalls
aus Posen, versorgt uns in jedem HEIMATGRUSS
mit aktuellen Informationen aus unserer Heimatregion
– ehrenamtlich. Liebe Malgorzata, mein
herzlicher Dank dafür wird bekräftigt durch den
Applaus aller anwesenden Heimatfreunde und
HGr-Leser. Auch Dir noch einmal ein herzliches
Willkommen.
Sodann ist bei uns wieder Freund Wojtek Derwich
aus Meseritz, seit Jahrzehnten treuer Begleiter
des HKr Meseritz und im Laufe der Zeit für
viele Heimatfreunde Helfer in der Not und in allen
anderen Lebenslagen geworden. Lieber Wojtek,
was sage ich wohl zu Dir? Na klar – Herzlich willkommen!«
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Bild links:Die poln. Delegation mit Landrätin A. Snieg (re.)
Bild rechts: Albrecht Fischer v. Mollard bei der Begrüßung und Ansprache |
Am Ende seiner Rede bat Albrecht Fischer von
Mollard die Landrätin, ein Grußwort an die Heimatfreunde
zu richten. Sie trat daraufhin ans Mikrofon
und trug ihre Botschaft auf Polnisch vor, die
Übersetzung las Herr Dr. Urbanek in einzelnen
Abschnitten auf Deutsch vor. Auch dieser Text sei
hier wörtlich wiedergegeben::
»Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste,
Mitglieder des Vereins Heimatkreis Meseritz,
es ist mir eine große Ehre und zugleich eine große
Freude, heute an diesem besonderen Jubiläum
teilnehmen zu dürfen – dem 50-jährigen Bestehen
des Vereins Heimatkreis Meseritz.
Fünfzig Jahre Bestehen Ihrer Organisation sind
nicht nur ein schönes Kapitel der Geschichte, sondern
vor allem ein Zeugnis der Erinnerung, der
Verbundenheit mit der Heimat sowie der Sorge
um den Erhalt zwischenmenschlicher Beziehungen
trotz des Laufes der Zeit und sich verändernder
Grenzen. Ursprünglich vereinte der Verein
ehemalige Bewohner des Kreises Meseritz und
seit einigen Jahren auch des Kreises Birnbaum.
Dadurch wurde er zu einem wichtigen Ort der
Begegnung, der Erinnerungen und des Aufbaus
von Beziehungen zwischen Menschen, die durch
die Geschichte dieser Region miteinander verbunden
sind.
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| Landrätin Agnieszka Snieg trug ihre Rede auf Polnisch vor, Dr. Gregorz Urbanek übersetzte ins Deutsche. |
Unsere gemeinsame Geschichte war nicht immer
einfach. Die Schicksale der Menschen dieser
Gebiete wurden vom Drama des Krieges, von
Vertreibungen sowie von den schmerzhaften Erfahrungen
vieler Familien geprägt. Umso bedeutender
ist die Tatsache, dass dank des Engagements
vieler Menschen guten Willens, der lokalen
Selbstverwaltungen und Ihres Vereins die Idee
der Versöhnung ihren Anfang nehmen konnte und
bis heute konsequent weiterentwickelt wird.
Das heutige Jubiläum ist ein schöner Beweis
dafür, dass Dialog, gegenseitiger Respekt und Erinnerung
Brücken über die Geschichte hinweg
bauen können. Gemeinsame Treffen, Besuche der
früheren Heimatorte, Gespräche sowie die Pflege der Erinnerung an die Vergangenheit haben
dazu geführt, dass die Beziehungen zwischen den
ehemaligen und den heutigen Bewohnern unserer
Heimat eine wahrhaft menschliche Dimension
angenommen haben.
Besonders wichtig ist, dass die Idee der Versöhnung
nicht mit einer Generation endet. Sie wird
an Kinder und Enkel weitergegeben, die lernen,
dass historisches Bewusstsein mit Offenheit, Respekt
und dem Aufbau einer gemeinsamen Zukunft
Hand in Hand gehen kann. Genau darin liegt
der größte Wert solcher Begegnungen wie der
heutigen.
Ich möchte allen Menschen herzlich danken,
die sich in den vergangenen mehr als 50 Jahren
für die Tätigkeit des Vereins Heimatkreis Meseritz
engagiert haben – sowohl in Deutschland als auch
in Polen. Dank Ihrer Arbeit, Ihres Engagements
und Ihrer Treue zur Erinnerung war es möglich,
einen Raum für Begegnung, Gespräche und gegenseitiges
Verständnis zu schaffen.
Zum Schluss möchte ich etwas besonders
Wichtiges sagen: Das Meseritzer Land ist ein Ort,
der uns alle verbindet. Es lebt sowohl in den Herzen
der ehemaligen Bewohner als auch in den
Herzen der heutigen Bewohner dieser Region. Es
ist unsere gemeinsame kleine Heimat.
Gerade das gemeinsame Erbe, die Erinnerungen,
die Geschichte und die Werte bewirken, dass
wir trotz unterschiedlicher Lebenswege und Erfahrungen
mit diesem Ort verbunden bleiben.
Möge dieses Jubiläum nicht nur eine Gelegenheit
zum Erinnern sein, sondern auch eine Inspiration
für kommende Generationen, weiterhin
Freundschaft, gegenseitigen Respekt und Versöhnung
aufzubauen.
Ich gratuliere Ihnen herzlich zu diesem schönen
Jubiläum und wünsche Ihnen viele weitere
Jahre der Tätigkeit, der Begegnungen und der
Pflege jener Verbundenheit, die Menschen über
Grenzen und über die Zeit hinweg miteinander verbindet.
Ich freue mich, dass ich an der Spitze unserer
Delegation aus Polen die Kreisverwaltung
Meseritz bei der heutigen Feier vertreten darf.
Ich danke Ihnen herzlich und wünsche Ihnen
alles Gute.«
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| Als Landrätin des Kreises Miedzyrzecz überreichte
Frau Snieg Symbole der Freundschaft an den Heimatkreis Meseritz. |
Wie zur Unterstreichung ihrer Erklärung überreichte
die Landrätin nach ihrer Rede dem Vorsitzenden
eine in einem dunklen Holzrahmen gefasste
Collage, die mittig das Wappen des Kreises
Miedzyrzecz zeigt.
Am linken Rand sind von oben nach unten die
Wappen der drei Städte Miedzyrzecz (Meseritz)
Skwierzyna (Schwerin/Warthe) und Trzciel
(Tirschtiegel) sowie der übrigen drei Gemeinden
des Kreises, nämlich Bledzew (Blesen),
Przytoczna (Prittisch) und Pszczew (Betsche)
abgebildet. Dazu übergab sie einen zweiten, etwas
kleinerer Rahmen mit einem silberfarbenen
Relief der Burg Meseritz mit der zweisprachig
gehaltenen Widmung:
„Zum 50-jährigen Bestehen des Heimatkreis
Meseritz - Die Landrätin von Miedzyrzecz Agnieszka
Snieg, Perleberg 09.05.2026“.
Für beide Werke
und ihre Gratulation zum 50. Gründungsjubiläum
dankte Albrecht Fischer von Mollard im
Namen aller Mitglieder vielmals Frau Snieg. In den
nächsten Stunden fanden die gerahmten Artefakte
großes Interesse bei den anwesenden Heimatfreunden.
Um anschließend Tomasz um dessen Bericht
über die Arbeit von POMOST an das Rednerpult
zu bitten, übernahm A. F. v. M. weiterhin das Wort:
«Liebe Heimatfreunde, ich sprach eingangs von
drei Höhepunkten, die ich Ihnen heute präsentieren
darf. Wenn ich jetzt unseren Freund Tomasz
um seinen Bericht über die Arbeiten von POMOST
im abgelaufenen Jahr bitte, so nähern wir uns dem
zweiten Sahnehäubchen dieses Vormittages, das
in Wirklichkeit kein Sahnehäubchen, sondern die
Sahnetorte des Jahres ist!
Mit kaum zu beschreibender Freude möchte
ich Ihnen zunächst mitteilen, dass die Bundesrepublik
Deutschland, d.h. unser Bundespräsident
Frank Walter Steinmeier, unserem Freund Tomasz
vor wenigen Tagen, nämlich am 29. April, das
Bundesverdienstkreuz am Bande für seine segensreiche
Arbeit mit seinem Verein POMOST
und damit für seine überragenden Verdienste um
die deutsch-polnische Aussöhnung und Freundschaft
verliehen hat.
Bericht über die Verleihung des Bundestverdienstkreuz an Tomasz Czabanski in Warschau.
Tomasz, obgleich ich Dir im Rahmen der
Ordensverleihung in der deutschen Botschaft in
Warschau bereits persönlich gratulieren konnte,
möchte ich meinen aus tiefem Herzen kommenden
Glückwunsch hier nochmals wiederholen. Die
Gratulation des gesamten Heimatkreis Meseritz
hast Du mit dem Applaus soeben entgegennehmen
können.
Du bist ja nicht nur Freund des Heimatkreises,
sondern seit einigen Jahren auch eingetragenes
Mitglied – Du bist also einer von uns! Und deswegen
denke ich, liebe Heimatfreunde, dürfen wir
alle ein wenig stolz sein, einen Verdienstkreuz-
Träger in unserer Gemeinschaft zu haben!
Lieber Tomasz, Bühne frei! Du hast das Wort!»
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Bild links:Tomasz Czabanski (POMOST) bei seiner Ansprache
Bild rechts: Andrzej Chmielewski bei der spontanen Überreichung der Anstecknadel
an A. F. v. Mollard |
Daraufhin trat der frisch gekürte Träger des
Bundesverdienstkreuzes an das Rednerpult, das
in Wirklichkeit ein unter einer Husse versteckter
Partytisch war, und richtete sein Wort an die Anwesenden:
«Liebe Freunde,
ich begrüße euch alle herzlich zu diesem jährlichen
und diesmal auch feierlichen Treffen.
Vor vierundzwanzig Jahren wurden meine
Schwester und ich zum ersten Mal von euch zu
einem Treffen in Paderborn eingeladen. Seitdem
kommen wir jedes Jahr im Mai zusammen. Die
Treffen sind zu einer Maitradition geworden, und
wir sind zu einer Familie geworden.
Im Februar dieses Jahres erhielt ich einen Brief
vom deutschen Botschafter in Polen, in dem er
mich darüber informierte, dass mir vom Bundespräsidenten
das Bundesverdienstkreuz der
Bundesrepublik Deutschland verliehen wurde.
Diese Nachricht kam für mich überraschend. Ich
stellte mir die Frage – wer hat diese Initiative ergriffen?
Jetzt weiß ich, dass meine Freunde aus dem
Heimatkreis Meseritz dahinterstanden.
Vor einer Woche habe ich in der Deutschen
Botschaft in Warschau gemeinsam mit Albrecht,
Ulla und meiner engsten Familie die Auszeichnung
entgegengenommen.
Ich betrachte sie als Würdigung unserer gemeinsamen
Arbeit für die deutsch-polnische Versöhnung.
Ich bin euch dankbar, dass ihr uns Polen
damals im Jahr 2002 mit offenen Armen ohne
Vorurteile aufgenommen und uns wie Eltern in
eure Obhut genommen habt.
Ich bin euch dankbar für die Lektionen der Liebe
zur Heimat und für die Pflege der schönen Erinnerungen
an sie.
Dank euch ist es uns gelungen, uns für den
Frieden zu engagieren, was sich in der gemeinsamen
Suche nach den Opfern des letzten Krieges
zusammen mit dem Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge ausdrückt.
Die Statistik zeigt, dass wir in dreiundzwanzig
Jahren die Überreste von mehr als 24.000 Kriegsopfern
geborgen haben. Die meisten von ihnen
haben nach Jahren ihre Namen wiedererlangt.
Tausende Familien von Gefallenen und Vermissten
haben nach Jahren Informationen über ihr
Auffinden erhalten.
Wir haben in über 1.800 Ortschaften, dabei
auch auf dem Gebiet eurer Heimat – im Kreis
Meseritz – gearbeitet und arbeiten weiterhin dort.
Für dieses und das kommende Jahr haben wir
mehrere Orte vorbereitet, an denen wir Sucharbeiten
durchführen werden.
Unschätzbare Hilfe bei diesen Arbeiten erhalten
wir von polnischen Institutionen. Ich möchte
hier die Forstämter Meseritz und Tirschtiegel sowie
natürlich die lokalen Behörden verschiedener
Ebenen nennen.
Ihnen allen danke ich hier in Eurer Anwesenheit.
An dieser Stelle möchte ich Euch versichern,
dass POMOST seine Mission weiterhin erfüllen
wird, und ich werde mich – solange es meine Kräfte
erlauben – an allen Initiativen beteiligen.
Ich wünsche euch ein schönes Treffen.»
Im Programmablauf nicht vorgesehen bat an dieser
Stelle Prof. Tureczek um das Wort. Er gratulierte
in fließendem Deutsch dem Heimatkreis zu
seinem Jubiläum und Tomasz Czabanski für dessen
Auszeichnung.
Mit Blick auf die zahlreichen auf Europa zukommenden
bzw. bereits massiv drängenden Herausforderungen
wies Prof Tureczek auf Bedeutung
und Wichtigkeit guter deutsch-polnischer Beziehungen
auf allen Ebenen hin und lobte in diesem
Zusammenhang den Heimatkreis für seine
Bemühungen. Spontan und offenbar nicht abgesprochen
kam Andrzej Chmielewski nach vorn,
nahm seine Anstecknadel mit dem schwungvoll
stilisierten blauen „M“ des Kreises Miedzyrzecz
von seinem Revers und heftete sie unter Applaus
der Heimatfreunde an das Revers des Vorsitzenden,
der sich für diese freundschaftliche Geste
herzlich bedankte.
Es ist für unsere Heimattreffen eine lang gepflegte
Tradition, dass nach dem Bericht von
Tomasz Czabanski der Verstorbenen gedacht
wird, wobei der Wortlaut des vorgetragenen Textes
seit vielen Jahren unverändert ist. Angesichts
der aus Meseritz angereisten Delegation wurde
er in diesem Jahr um eine Passage ergänzt, die
sicherlich alle Heimatfreunde in aller Aufrichtigkeit
mittragen und die wichtig genug ist, um auch
an dieser Stelle erwähnt zu werden:
«Wir gedenken heute auch der mehr als 5 Millionen
Polen, die zwischen 1939 und 1945 durch
deutsche Schuld und Gewalt ums Leben kamen.
Mit Dankbarkeit erinnern wir daran, dass es die
polnischen Bischöfe waren, die vor 60 Jahren als
Erste mutig die Hand zur Versöhnung mit uns
Deutschen ausgestreckt haben, indem sie ihren deutschen Amtsbrüdern den Hirtenbrief „Wir vergeben
und bitten um Vergebung“ übermittelten.
In den Vorjahren endete im Anschluss an das
feierliche Totengedenken stets der offizielle Teil
der Heimattreffen. In diesem Jahr aber war es
anders, denn unter Hinweis auf das 50. Gründungsjubiläum
trat der Vorsitzende erneut an das
Mikrofon und setzte seine Ansprache fort:
«Liebe Heimatfreunde, Gäste und Freunde, es
war der 2. Oktober 1976 und damit mehr als 30
Jahre nach Flucht und Vertreibung aus der angestammten
Heimat, als frühere Bewohner des ehemaligen
Kreises Meseritz den Heimatkreis
Meseritz als eingetragenen Verein gründeten.
Damit begeht unsere Gemeinschaft in diesem
Jahr ihren 50. Geburtstag, was Vorstand und Beirat
zum Anlass genommen hatten, die Mitglieder
zu einer von einem professionellen G.steführer
begleiteten Busfahrt durch die Prignitz einzuladen.
Bekanntlich war die Prignitz 1945 für die Flüchtlinge
und Vertriebenen des Kreises Meseritz offizielles
Evakuierungsgebiet. Insofern hatte der
gestrige Ausflug für uns alle auch eine historische
Komponente.
Aber was, liebe Heimatfreunde, wäre ein 50.
Gründungsjubiläum ohne einen entsprechenden
Festvortrag? Es wäre in der Tat ein Armutszeugnis!
Deswegen, verehrte Anwesende, kommen wir
jetzt zum dritten Höhepunkt unseres diesjährigen
Treffens.
Wolfgang Kessler, promovierter Historiker und
Slawistiker, von 1989 bis 2011 Direktor der Stiftung
Martin Opitz Bibliothek und mehrere Jahre
Vorsitzender der Kommission für die Geschichte
der Deutschen in Polen, hat sich als Mitglied des
Beirates des Heimatkreises bereit erklärt, heute
die Rolle des Festredners zu übernehmen.
Lieber Herr Dr. Kessler, mit unserem Applaus
danken wir Ihnen für Ihre Bereitschaft und sind
gespannt, was Sie dem Heimatkreis Meseritz zu
seinem 50. Gründungsjubiläum zu sagen haben.
Der Rednerplatz gehört Ihnen.»
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Bild links: Dr. habil. Marceli Tureczek, Professor an der
Universität Zielona Gora/Grünberg.
Bild rechts: Dr. Wolfgang Kessler beim Festvortrag
„50 Jahre Heimatkreis Meseritz“ |
Der Angesprochene übernahm das Mikrofon
und führte die anwesenden Heimatfreunde und
Gäste durch 80 Jahre Flüchtlings- und Vertriebenengeschichte:
«Heimatkreis Meseritz –
50 Jahre eingetragener Verein Der historische Kreis Meseritz ist heute unter den
polnischen Kreisen Miedzyrzecz und Swiebodzin
(Schwiebus) in der Wojewodschaft Lubuska geteilt.
Gehen wir vor den Ersten Weltkrieg zurück,
gehören die 1920 verlorenen Teile heute zu den
Kreisen Miedzychód (Birnbaum) und Nowy Tomysl
(Neutomischel) in Großpolen. Es gibt heute keinen
gebietsidentischen Nachfolger.
Flucht und Vertreibung, wenn nicht Tod, waren
das Schicksal der deutschen Bevölkerung östlich
von Oder und Neiße vor und nach dem Ende des
Zweiten Weltkriegs, unabhängig von persönlicher
Haltung und Einstellung. Von den Betroffenen
wurde der Heimatverlust als Unrecht erfahren,
unabhängig von individueller Schuld oder Verantwortlichkeit.
Aber das ist heute nicht das Thema.
Die vertriebene Bevölkerung wurde über die vier
Besatzungszonen verteilt, in der Sowjetischen Besatzungszone
wurde eine größere Gruppe in die
Prignitz eingewiesen.
Wie fanden die Meseritzer aus Stadt und Kreis
wieder zusammen? In den Westzonen organisierten
sich Heimatkreise und Landsmannschaften
informell seit 1946 mit dem Ziel der Kontaktaufnahme
zum Informationsaustausch und zur Familienzusammenführung,
offiziell in der Bundesrepublik
erst ab 1949.
Die kriegsdienstpflichtigen Männer waren vielfach
- und das in der Sowjetunion bis 1955 - in
Kriegsgefangenschaft, oft seit Jahren von ihren
Familien getrennt.
Die Landsmannschaften und ihre Heimatkreise
organisierten sich entsprechend dem Gebietsstand
von 1945. Und damit gehörte Meseritz, erst
seit der Verwaltungsreform 1938 (also nach einem
Friedens- und sechs Kriegsjahren) als Kreis
der Provinz Brandenburg zugeordnet, in das Aufgabenfeld
der brandenburgischen Landsmannschaft. Diese fühlte sich jedoch mit allem historischen
Recht insgesamt für Meseritz und seine
geflüchteten bzw. vertriebenen Einwohner wenig
zuständig. Die nach dem Krieg für die ehemalige
Provinz Posen zuständige Landsmannschaft
Weichsel-Warthe legte ihr Hauptaugenmerk
nahezu ausschließlich auf die deutsche Volksgruppe
des im Jahr 1920 polnisch gewordenen
Gebietsteil. Die Kreise und Kreisteile, die von 1922
bis 1938 zur Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen
gehört hatten und von der Provinzialverwaltung
anfangs in Meseritz, nach entsprechendem
Ausbau ab 1928 in Schneidemühl beaufsichtigt
wurden, fanden bei ihrer Landsmannschaft
nur geringes Interesse.
Im November 1945 gab Dr. Gebhard Döring
(1902-1965), seit 1937 Studienrat an der
Meseritzer Oberschule, die erste Nummer eines
auf einer Schreibmaschine mit Durchschlägen
erstellten Rundbriefes heraus. Im November 1948
teilte er in Nr. 17, der letzten Ausgabe seines
Rundbriefs, mit: „Unsere Heimatzeitung ist im
Werden! Sie richtet sich zunächst an die Gemeinden
der früheren Kirchenkreise Meseritz u[nd]
Schwerin, will aber ohne Rücksicht auf das Bekenntnis
ein geistiges Band über alle Heimatgenossen
schlingen. Sie wird Heimatgruss heißen
und diese Blätter ablösen [...]“.
Am bis 1951 weiter erscheinenden hektographierten
Rundbrief war Döring nicht mehr beteiligt.
Im Mai 1950 gab er die erste Nummer des
„Heimatgruss. Nachrichten für Meseritzer“ heraus,
bis zur Nr. 5 im September 1951 im Kleinformat
(Din A 5), dann in der bis heute bewährten Druckgröße.
Er verantwortete den Heimatgruss bis zum
Heft Nr. 15 (1964) mit etwa 250 Exemplaren, in
der Regel mit einer Ausgabe im Jahr. Johannes
Kupfer, seinen Nachfolger, gelang es 1964, die
vierteljährliche Erscheinungsweise durchzusetzen.
Nach dessen Tod folgte Ernst Hoffmann (1914-
1991), der den Heimatgruss von Nr. 24 (1968) bis
Nr. 117 (1991) verantwortete und die Auflage auf
1 700 Exemplare steigerte.
In Nr. 51 (1974) veröffentlichte
er einen in den Folgenummern nicht
weiter diskutierten Satzungsentwurf. Bis Ende
1977 erschien der Heimatgruss „für die früheren
Bewohner des Kreises Meseritz“, ab Januar 1978
„für die Mitglieder und Freunde des Heimatkreis
Meseritz e.V.“, was darauf schließen lässt, dass
die Vereinsgründung nicht einfach gewesen war.
Hoffmann wurde aus dem Verein unterstützt,
seine Funktion als Vorsitzender spielte aber eine
nachgeordnete Rolle.Wichtig war, dass das finanzielle
Risiko für den Heimatgruss auf den Verein
übertragen wurde. Außer Beiträgen zur Geschichte
der alten Heimat und Reiseberichten sind im
Heimatgruss vor allem die Spalten „Aus der Arbeit
des Heimatvereins“ wichtig und die Rubrik
„Aus der Familie der Meseritzer“. Diese ist ein
Kaleidoskop aus unterschiedlichsten Informationen,
von Reisegrü.en bis zu historischen Details
und familiengeschichtlichen Mitteilungen und
Suchanfragen, dazu Geburtstage und Todesnachrichten.
Von Treffen lokaler Gruppen und ganzer
Heimatortsgemeinschaften wird zwar im
Heimatgruss berichtet, der Verein selbst organisierte
jedoch lediglich jedes zweite Jahr das „Große
Heimatkreistreffen“ in Paderborn.
Hoffmann bot mit der Vereinszeitschrift eine
Kommunikationsbasis. Seine politischen Meinungsäußerungen
zur Heimatproblematik sind
allerdings eher vergessenswert. Abweichende
Meinungen ließ er nicht gelten.
Ich erinnere mich
an einen Schulpfarrer in Herne, dessen Familie
aus Meseritz stammte und der die Erinnerung an
Meseritz mit Kontakten nach Miedzyrzecz verbinden
wollte und nach heftigem Streit mit Hoffmann
alle Initiativen eingestellt hat.
Die seit 1969 des
Öfteren angesprochene Patenschaftsübernahme
durch den Kreis Paderborn erfolgte erst 1984. Die
Einrichtung einer Heimatstube im Kreismuseum
Wewelsburg, wie sie zuvor mehrfach erörtert worden
war, erfolgte 1985 und blieb bis zum
Museumsumbau 2009 erhalten. Die gleichzeitige
Übernahme der Patenschaft und Sammlung von
Exponaten für den Kreis Schwerin (Warthe) durch
den Kreis Paderborn führte jedoch zu keiner engeren
Zusammenarbeit zwischen beiden Heimatkreisen.
1991 starb Ernst Hoffmann. Seine aus Wanne-
Eickel (seit 1975 Herne) stammende Frau
Hildegard wirkte bis kurz vor ihrem Tod 1999 als
Schatzmeisterin des Vereins.
Mit Heimatgruss Nr.
119 (September 1991) übernahm Brunfriede Fischer
von Mollard (1930-2022) unter Mitwirkung
von Ulrich Hentschke, Giesbert Jermis und
Joachim Schmidt die Redaktion bis 2016. Die
Schriftleiterin hatte vorher in der Zeitung der
Landsmannschaft Berlin-Mark Brandenburg über
den Heimatkreis Meseritz berichtet. Vorsitzender
des Heimatkreis Meseritz wurde 1991 Kurt v.
Tempelhoff (1934-1999). Als dieser starb, übernahm
kommissarisch „Gretel“ Lehmann (1928-
2017) die Vereinsführung bis zum Jahr 2000, als
Leonard v. Kalckreuth (1930-2017) an ihre Stelle
trat. Alle drei hatten gute Kontakte in den polnischen
Nachfolgekreis.
Der Berichtszeitraum des Heimatgruss wurde
in den vergangenen Jahrzehnten auf den Kreis
Meseritz vor dem Ersten Weltkrieg erweitert und
zudem auf den seit 1920 polnischen Nachbarkreis
Birnbaum (Miedzychód) ausgedehnt, in dem
v. Kalckreuth aufgewachsen war.
Dessen Heimatkreisgemeinschaft
hatte in den 1980er Jahren ihre
Tätigkeit eingestellt, ihr verbliebener Rest vereinigte
sich 2001 mit dem Heimatkreis Meseritz bzw.
ging in ihm auf.
Seit 2003 berichtet Frau Prof. Malgorzata
Czabanska-Rosada aktuell aus dem Kreis
Miedzyrzecz, und es finden sich auch immer
wieder einmal Beiträge polnischer Autoren (z.B.
Andrzej Kirmiel) im Heimatgruss.
Die Vereinsstruktur hat seit 1990 vor allem dazu
beigetragen, zwei Aktivitäten zu sichern:
Heimatgruss und das jährliche Treffen. Die Aktivitäten
im Umfeld des Vereins sind in den letzten
20 Jahren fortschreitend entschlafen, weil die
Akteurinnen und Akteure immer weniger an Zahl
geworden sind. Die Selbstfinanzierung war die
Voraussetzung der Aktivitäten.
Die Landsmannschaft Ostbrandenburg/Neumark
(seit 2015) hat sich mit Meseritz nicht näher
befasst. Die Landsmannschaft Weichsel-Warthe,
die unter dem Vorsitz Martin Sprungalas (1962-
2022) sehr gute Kontakte zum Heimatkreis unterhielt,
ist an den bis 1945 deutschen Kreisen
wohl nicht mehr interessiert.
Die vor 50 Jahren beschlossene Satzung des
Heimatkreis Meseritz
hat die Existenz
des Vereins über ein
halbes Jahrhundert
gesichert.
Die Erlebnisgeneration
schwindet zusehend. 80 Jahre
nach Kriegsende fällt
der Umgang mit den
Erfahrungen der
Erlebnisgeneration,
aber auch mit der
einschlägigen Forschung
schwer. Meseritz ist keine
Ausnahme!»
Nach dem Festvortrag
von Herrn Dr.
Kessler dankte ihm
der Vorsitzende im Namen aller Anwesenden für
den informativen Ritt durch die Geschichte des
Heimatkreises. Vor allem die jüngeren Heimatfreunde
dürften Einiges über die Historie unserer
Gemeinschaft erfahren haben, das ihnen bis dahin
nicht bekannt war
Schließlich wurde das Ende des offiziellen Teils
des Treffens mit folgenden Worten eingeleitet:
«Liebe Heimatfreunde, damit endet der erste,
der offizielle Teil unseres Heimatkreistreffens.
Zum vierten Höhepunkt des Tages, zum Mittagessen,
werde ich rechtzeitig aufrufen. Aber
schon jetzt möchte ich dem Team von Herrn Kiefer
unseren herzlichen Dank für die heutige Versorgung
aussprechen.
Für die kommenden Stunden wünsche ich Ihnen
viele anregende, interessante Gespräche und
Begegnungen. Nutzen Sie vor allem auch die Gelegenheit,
unsere neuen Gäste und Freunde aus
Meseritz im persönlichen Gespräch kennenzulernen.
Wanda und Joachim Gladisch sowie unsere
liebe Malgorzata werden gerne kommunikative
Hilfestellung geben, die bei Prof. Tureczek und
Dr. Urbanek aber überflüssig ist, beide sprechen
fließend Deutsch!
Ich bedanke mich vielmals für Ihre Aufmerksamkeit.»
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| Immer ein Ort des Austauschs und der Begegnung – Blick in den Saal des Hotel Stadt Magdeburg |
Das nächste große Treffen der Heimatkreise Meseritz und Birnbaum findet am Sonnabend, 22. Mai 2027 in Perleberg statt.

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