Das 15. Heimatreffen der Meseritzer und
Birnbaumer in Perleberg in der Prignitz
am 9.5.2026


Text: A .Fischer v. Mollard
Fotos: A. Fischer v. Mollard, W. u. J. Gladisch,
Red. Heimatgruß




In diesem Jahr trafen sich die Heimatfreunde des ehemaligen Kreises Meseritz am 9. Mai zum 15. Mal in Perleberg. Ein Blick in die Annalen, d.h. in unseren HEIMATGRUSS Nr. 157 vom Juli 2001, verrät mehr über das erste Heimatkreistreffen in der Prignitz: Es fand am 12. Mai 2001 in der Tennishalle des Neuen Hennings Hofes statt, wie uns der unvergessene Chronist Joachim Schmidt berichtet. Er beschreibt die große Unsicherheit in der Vorbereitungsphase des Treffens über die Zahl der zu erwartenden Teilnehmer bei den Organisatoren. Die Schätzungen der ganz Mutigen lagen bei 600, Skeptiker meinten lediglich „Nie und nimmer!“ Am Ende sollten alle mit ihren Erwartungen falsch gelegen haben, denn Joachim Schmidt schreibt von „etwa 900“ Heimatfreunden, die zum Ersten Prignitzer Heimatkreistreffen der Meseritzer in den Neuen Hennings Hof gekommen waren. Seitdem ist ein Vierteljahrhundert vergangen, viele Heimatfreundinnen und –freunde sind nicht mehr unter uns und auch die Zeiger unserer persönlichen Lebensuhr sind um ganze 25 Jahre vorgerückt, die eigene Mobilität hat erheblich nachgelassen, während gleichzeitig die „Nebenwirkungen des Älterwerdens“ rasant zugenommen haben.

Wegen der stetig abnehmenden Teilnehmerzahl wurde inzwischen der Veranstaltungsort in Perleberg von der Tennishalle im Neuen Hennings Hof in den Saal des Hotels Stadt Magdeburg verlegt; und die HKr-Treffen im Patenkreis des HKr Meseritz in Paderborn, sind aufgrund der geringen Teilnehmerzahl ganz eingestellt worden – immerhin zugunsten eines nunmehr jährlich stattfindenden Wiedersehens in der Prignitz.
Trotz aller Veränderungen und angesichts der 15 Treffen auch trotz aller Routine ist eines geblieben, nämlich die bange Frage: Wie viele Heimatfreunde werden wohl in diesem Jahr noch zu unserem Treffen kommen? Die Antwort liegt jetzt vor: Es waren weniger als 5 Prozent der Teilnehmerzahl des Jahres 2001. Einschließlich unserer Gäste aus Polen waren insgesamt 38 Teilnehmer*innen ins Hotel Stadt Magdeburg gekommen. Die demografisch bedingte Entwicklung in den stetig abnehmenden Anwesenheitszahlen kann leider niemand aufhalten. Vorstand und Beirat unserer Gemeinschaft können sich lediglich weiterhin bemühen, Qualität und Umfang unseres HEIMATGRUSS, dem „alle Heimatfreunde umschließenden Band“, wie es Leonhard von Kalckreuth einmal ausgedrückt hatte, auf hohem Niveau zu halten. Das kann nur gelingen, wenn Sie, liebe Heimatfreunde und liebe Leser, unser ehrenamtliches Bemühen weiterhin mit Ihrer Beitragsspende auf das Vereinskonto (IBAN DE85 4765 0130 1010 2375 09) und auch mit Beiträgen für unsere Vereinspublikation unterstützen.

In diesem Jahr begeht der Heimatkreis Meseritz e.V. sein 50. Gründungsjubiläum, denn 1976 wurde der Verein beim Amtsgericht Paderborn in das Vereinsregister eingetragen. Dementsprechend stand das diesjährige Perleberger Treffen der Meseritzer Heimatfreunde ganz im Zeichen des 50. Jahrestages der Vereinsgründung. Schon am Vortag, am Freitagnachmittag, (8. Mai) hatten Vorstand und Beirat alle Mitglieder und Freunde aus Polen zu einer Rundfahrt durch die Prignitz unter der Regie eines professionellen Gästeführers mit anschließendem gemeinsamen Spargelessen eingeladen. Weitere Höhepunkte folgten dann am Samstag.

Joachim Gladisch berichtet hier über die traditionelle Ausflugsfahrt in die Prignitz.


Heimatkreistreffen in
Perleberg – 9. Mai 2026
Zum Ende des Heimatkreistreffens das Erinnerungsfoto mit Teilnehmern, Rednern und Ehrengästen zum 50. Gründungsjubiläum des HKr Meseritz


In seiner Begrüßungsansprache führte der Vorsitzende Albrecht Fischer v. Mollard u.a. aus:

»Ich beginne sogleich mit dem ersten Glanzpunkt dieses Vormittags. Mit großer Freude heiße ich eine hochkarätige Delegation sehr herzlich willkommen, die heute in aller Frühe aus Meseritz angereist ist, um mit uns gemeinsam das 50. Gründungsjubiläum des Heimatkreis Meseritz zu feiern.

Bitte begrüßen Sie mit einem herzlichen, freundschaftlichen Applaus die Landrätin des Kreises Miedzyrzecz, Frau Starosta Agnieszka Snieg. Sie wird begleitet von der Sekretärin des Landratsamtes, Frau Anna Sawka
· Herrn Prof. Marceli Tureczek, Historiker an Universität Zielona Gora
· Herrn Dr. Grzegorz Urbanek. Als Historiker leitet er in der Staatsbibliothek Gorzow/Landsberg die Abteilung für Regionalgeschichte.
· Herrn Andrzej Chmielewski, stellvertretender Vorsitzender des Meseritzer Stadtrats, Autor, Literat, Verlagsleiter und in neuer Funktion Leiter des Büros für die Förderung des Kreises Miedzyrzecz.
Herr Chmielewski hatte schon einmal 2017 an einem Heimattreffen, damals noch im Neuen Hennings Hof, teilgenommen. Ihnen allen ein herzliches Willkommen hier in Perleberg.

Sehr verehrte Frau Landrätin, wir freuen uns außerordentlich, dass Sie uns – nur wenige Monate nach Ihrem Amtsantritt – bereits die Ehre Ihrer Anwesenheit geben und an unserem Heimatkreistreffen teilnehmen.
Sie hatten mir im Februar geschrieben – ich zitiere wörtlich: „Ich schätze die Aktivitäten des Heimatkreis Meseritz e.V. sehr, insbesondere Ihr Engagement für die Bewahrung der historischen Erinnerung sowie für gegenseitigen Respekt und Dialog“. Für Ihre anerkennenden Worte möchte ich mich im Namen aller Mitglieder unseres Vereins herzlich bedanken. Genau darum geht es uns, um die Bewahrung der Erinnerung an unsere Heimatregion bzw. die unserer Eltern und Großeltern, um den Dialog auf Augenhöhe, letztendlich um Versöhnung und echte Freundschaft in den deutsch-polnischen Beziehungen.
Wir sind dankbar für jeden Einzelnen, der mit an diesem Strang zieht, insbesondere dann, wenn er oder sie politische Verantwortung trägt. Insofern ist Ihre Teilnahme und die Ihrer Begleitung an unserem Heimatkreistreffen von besonderer Bedeutung, weil Sie sich damit öffentlich mit unseren Zielen identifizieren. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weiter beschreiten. Nehmen Sie das noch pflegebedürftige Pflänzchen der polnisch-deutschen Freundschaft bitte mit nach Miedzyrzecz und lassen Sie es dort zu einer großen Sonnenblume wachsen, an der alle Bewohner Ihres Kreises und darüber hinaus Freude haben!«


Die traditionelle Begrüßung der polnischen Freunde erfolgte in diesem Jahr in einer anderen Reihenfolge, denn der Vorsitzende fuhr dann fort:

»Nun zu unseren weiteren Gästen, d.h. Freunden, die auch in diesem Jahr wieder nach Perleberg angereist sind, um mit uns gemeinsam die Freundschaft, von der ich gerade sprach, zu pflegen, zu genießen - und vielleicht auch zu begießen – es muss ja nicht unbedingt mit Wasser sein!
Ihnen allen wie immer ebenfalls ein herzliches Willkommen und vielen Dank, dass Ihr wieder die weite Anreise und die damit verbundenen Kosten auf Euch genommen habt.
An erster Stelle nenne ich heute ausnahmsweise und aus besonderem Anlass, den ich gleich noch erläutern werde, Herrn Tomasz Czabanski aus Posen vom polnischen Verein POMOST, als langjähriger Freund des Heimatkreis Meseritz allen Anwesenden sicherlich bekannt. Frau Dr. Malgorzata Czabanska Rosada, ebenfalls aus Posen, versorgt uns in jedem HEIMATGRUSS mit aktuellen Informationen aus unserer Heimatregion – ehrenamtlich. Liebe Malgorzata, mein herzlicher Dank dafür wird bekräftigt durch den Applaus aller anwesenden Heimatfreunde und HGr-Leser. Auch Dir noch einmal ein herzliches Willkommen.
Sodann ist bei uns wieder Freund Wojtek Derwich aus Meseritz, seit Jahrzehnten treuer Begleiter des HKr Meseritz und im Laufe der Zeit für viele Heimatfreunde Helfer in der Not und in allen anderen Lebenslagen geworden. Lieber Wojtek, was sage ich wohl zu Dir? Na klar – Herzlich willkommen!«


Heimatkreistreffen in
Perleberg – 9. Mai 2026
Bild links:Die poln. Delegation mit Landrätin A. Snieg (re.)
Bild rechts: Albrecht Fischer v. Mollard bei der Begrüßung und Ansprache


Am Ende seiner Rede bat Albrecht Fischer von Mollard die Landrätin, ein Grußwort an die Heimatfreunde zu richten. Sie trat daraufhin ans Mikrofon und trug ihre Botschaft auf Polnisch vor, die Übersetzung las Herr Dr. Urbanek in einzelnen Abschnitten auf Deutsch vor. Auch dieser Text sei hier wörtlich wiedergegeben::
»Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,
Mitglieder des Vereins Heimatkreis Meseritz, es ist mir eine große Ehre und zugleich eine große Freude, heute an diesem besonderen Jubiläum teilnehmen zu dürfen – dem 50-jährigen Bestehen des Vereins Heimatkreis Meseritz.
Fünfzig Jahre Bestehen Ihrer Organisation sind nicht nur ein schönes Kapitel der Geschichte, sondern vor allem ein Zeugnis der Erinnerung, der Verbundenheit mit der Heimat sowie der Sorge um den Erhalt zwischenmenschlicher Beziehungen trotz des Laufes der Zeit und sich verändernder Grenzen. Ursprünglich vereinte der Verein ehemalige Bewohner des Kreises Meseritz und seit einigen Jahren auch des Kreises Birnbaum. Dadurch wurde er zu einem wichtigen Ort der Begegnung, der Erinnerungen und des Aufbaus von Beziehungen zwischen Menschen, die durch die Geschichte dieser Region miteinander verbunden sind.


Heimatkreistreffen in
Perleberg – 9. Mai 2026
Landrätin Agnieszka Snieg trug ihre Rede auf Polnisch vor, Dr. Gregorz Urbanek übersetzte ins Deutsche.


Unsere gemeinsame Geschichte war nicht immer einfach. Die Schicksale der Menschen dieser Gebiete wurden vom Drama des Krieges, von Vertreibungen sowie von den schmerzhaften Erfahrungen vieler Familien geprägt. Umso bedeutender ist die Tatsache, dass dank des Engagements vieler Menschen guten Willens, der lokalen Selbstverwaltungen und Ihres Vereins die Idee der Versöhnung ihren Anfang nehmen konnte und bis heute konsequent weiterentwickelt wird. Das heutige Jubiläum ist ein schöner Beweis dafür, dass Dialog, gegenseitiger Respekt und Erinnerung Brücken über die Geschichte hinweg bauen können. Gemeinsame Treffen, Besuche der früheren Heimatorte, Gespräche sowie die Pflege der Erinnerung an die Vergangenheit haben dazu geführt, dass die Beziehungen zwischen den ehemaligen und den heutigen Bewohnern unserer Heimat eine wahrhaft menschliche Dimension angenommen haben.
Besonders wichtig ist, dass die Idee der Versöhnung nicht mit einer Generation endet. Sie wird an Kinder und Enkel weitergegeben, die lernen, dass historisches Bewusstsein mit Offenheit, Respekt und dem Aufbau einer gemeinsamen Zukunft Hand in Hand gehen kann. Genau darin liegt der größte Wert solcher Begegnungen wie der heutigen.
Ich möchte allen Menschen herzlich danken, die sich in den vergangenen mehr als 50 Jahren für die Tätigkeit des Vereins Heimatkreis Meseritz engagiert haben – sowohl in Deutschland als auch in Polen. Dank Ihrer Arbeit, Ihres Engagements und Ihrer Treue zur Erinnerung war es möglich, einen Raum für Begegnung, Gespräche und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.
Zum Schluss möchte ich etwas besonders Wichtiges sagen: Das Meseritzer Land ist ein Ort, der uns alle verbindet. Es lebt sowohl in den Herzen der ehemaligen Bewohner als auch in den Herzen der heutigen Bewohner dieser Region. Es ist unsere gemeinsame kleine Heimat.
Gerade das gemeinsame Erbe, die Erinnerungen, die Geschichte und die Werte bewirken, dass wir trotz unterschiedlicher Lebenswege und Erfahrungen mit diesem Ort verbunden bleiben. Möge dieses Jubiläum nicht nur eine Gelegenheit zum Erinnern sein, sondern auch eine Inspiration für kommende Generationen, weiterhin Freundschaft, gegenseitigen Respekt und Versöhnung aufzubauen.
Ich gratuliere Ihnen herzlich zu diesem schönen Jubiläum und wünsche Ihnen viele weitere Jahre der Tätigkeit, der Begegnungen und der Pflege jener Verbundenheit, die Menschen über Grenzen und über die Zeit hinweg miteinander verbindet. Ich freue mich, dass ich an der Spitze unserer Delegation aus Polen die Kreisverwaltung Meseritz bei der heutigen Feier vertreten darf.
Ich danke Ihnen herzlich und wünsche Ihnen alles Gute.«


Heimatkreistreffen in
Perleberg – 9. Mai 2026
Als Landrätin des Kreises Miedzyrzecz überreichte Frau Snieg Symbole der Freundschaft an den Heimatkreis Meseritz.


Wie zur Unterstreichung ihrer Erklärung überreichte die Landrätin nach ihrer Rede dem Vorsitzenden eine in einem dunklen Holzrahmen gefasste Collage, die mittig das Wappen des Kreises Miedzyrzecz zeigt.
Am linken Rand sind von oben nach unten die Wappen der drei Städte Miedzyrzecz (Meseritz) Skwierzyna (Schwerin/Warthe) und Trzciel (Tirschtiegel) sowie der übrigen drei Gemeinden des Kreises, nämlich Bledzew (Blesen), Przytoczna (Prittisch) und Pszczew (Betsche) abgebildet. Dazu übergab sie einen zweiten, etwas kleinerer Rahmen mit einem silberfarbenen Relief der Burg Meseritz mit der zweisprachig gehaltenen Widmung:
„Zum 50-jährigen Bestehen des Heimatkreis Meseritz - Die Landrätin von Miedzyrzecz Agnieszka Snieg, Perleberg 09.05.2026“.
Für beide Werke und ihre Gratulation zum 50. Gründungsjubiläum dankte Albrecht Fischer von Mollard im Namen aller Mitglieder vielmals Frau Snieg. In den nächsten Stunden fanden die gerahmten Artefakte großes Interesse bei den anwesenden Heimatfreunden.

Um anschließend Tomasz um dessen Bericht über die Arbeit von POMOST an das Rednerpult zu bitten, übernahm A. F. v. M. weiterhin das Wort:

«Liebe Heimatfreunde, ich sprach eingangs von drei Höhepunkten, die ich Ihnen heute präsentieren darf. Wenn ich jetzt unseren Freund Tomasz um seinen Bericht über die Arbeiten von POMOST im abgelaufenen Jahr bitte, so nähern wir uns dem zweiten Sahnehäubchen dieses Vormittages, das in Wirklichkeit kein Sahnehäubchen, sondern die Sahnetorte des Jahres ist!
Mit kaum zu beschreibender Freude möchte ich Ihnen zunächst mitteilen, dass die Bundesrepublik Deutschland, d.h. unser Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, unserem Freund Tomasz vor wenigen Tagen, nämlich am 29. April, das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine segensreiche Arbeit mit seinem Verein POMOST und damit für seine überragenden Verdienste um die deutsch-polnische Aussöhnung und Freundschaft verliehen hat.


Bericht über die Verleihung des Bundestverdienstkreuz an Tomasz Czabanski in Warschau.

Tomasz, obgleich ich Dir im Rahmen der Ordensverleihung in der deutschen Botschaft in Warschau bereits persönlich gratulieren konnte, möchte ich meinen aus tiefem Herzen kommenden Glückwunsch hier nochmals wiederholen. Die Gratulation des gesamten Heimatkreis Meseritz hast Du mit dem Applaus soeben entgegennehmen können. Du bist ja nicht nur Freund des Heimatkreises, sondern seit einigen Jahren auch eingetragenes Mitglied – Du bist also einer von uns! Und deswegen denke ich, liebe Heimatfreunde, dürfen wir alle ein wenig stolz sein, einen Verdienstkreuz- Träger in unserer Gemeinschaft zu haben! Lieber Tomasz, Bühne frei! Du hast das Wort!»

Heimatkreistreffen in
Perleberg – 9. Mai 2026
Bild links:Tomasz Czabanski (POMOST) bei seiner Ansprache
Bild rechts: Andrzej Chmielewski bei der spontanen Überreichung der Anstecknadel an A. F. v. Mollard


Daraufhin trat der frisch gekürte Träger des Bundesverdienstkreuzes an das Rednerpult, das in Wirklichkeit ein unter einer Husse versteckter Partytisch war, und richtete sein Wort an die Anwesenden:

«Liebe Freunde, ich begrüße euch alle herzlich zu diesem jährlichen und diesmal auch feierlichen Treffen.
Vor vierundzwanzig Jahren wurden meine Schwester und ich zum ersten Mal von euch zu einem Treffen in Paderborn eingeladen. Seitdem kommen wir jedes Jahr im Mai zusammen. Die Treffen sind zu einer Maitradition geworden, und wir sind zu einer Familie geworden.
Im Februar dieses Jahres erhielt ich einen Brief vom deutschen Botschafter in Polen, in dem er mich darüber informierte, dass mir vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen wurde. Diese Nachricht kam für mich überraschend. Ich stellte mir die Frage – wer hat diese Initiative ergriffen? Jetzt weiß ich, dass meine Freunde aus dem Heimatkreis Meseritz dahinterstanden.
Vor einer Woche habe ich in der Deutschen Botschaft in Warschau gemeinsam mit Albrecht, Ulla und meiner engsten Familie die Auszeichnung entgegengenommen.
Ich betrachte sie als Würdigung unserer gemeinsamen Arbeit für die deutsch-polnische Versöhnung. Ich bin euch dankbar, dass ihr uns Polen damals im Jahr 2002 mit offenen Armen ohne Vorurteile aufgenommen und uns wie Eltern in eure Obhut genommen habt. Ich bin euch dankbar für die Lektionen der Liebe zur Heimat und für die Pflege der schönen Erinnerungen an sie.

Dank euch ist es uns gelungen, uns für den Frieden zu engagieren, was sich in der gemeinsamen Suche nach den Opfern des letzten Krieges zusammen mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausdrückt.
Die Statistik zeigt, dass wir in dreiundzwanzig Jahren die Überreste von mehr als 24.000 Kriegsopfern geborgen haben. Die meisten von ihnen haben nach Jahren ihre Namen wiedererlangt. Tausende Familien von Gefallenen und Vermissten haben nach Jahren Informationen über ihr Auffinden erhalten.
Wir haben in über 1.800 Ortschaften, dabei auch auf dem Gebiet eurer Heimat – im Kreis Meseritz – gearbeitet und arbeiten weiterhin dort. Für dieses und das kommende Jahr haben wir mehrere Orte vorbereitet, an denen wir Sucharbeiten durchführen werden.
Unschätzbare Hilfe bei diesen Arbeiten erhalten wir von polnischen Institutionen. Ich möchte hier die Forstämter Meseritz und Tirschtiegel sowie natürlich die lokalen Behörden verschiedener Ebenen nennen.
Ihnen allen danke ich hier in Eurer Anwesenheit. An dieser Stelle möchte ich Euch versichern, dass POMOST seine Mission weiterhin erfüllen wird, und ich werde mich – solange es meine Kräfte erlauben – an allen Initiativen beteiligen. Ich wünsche euch ein schönes Treffen.»


Im Programmablauf nicht vorgesehen bat an dieser Stelle Prof. Tureczek um das Wort. Er gratulierte in fließendem Deutsch dem Heimatkreis zu seinem Jubiläum und Tomasz Czabanski für dessen Auszeichnung.
Mit Blick auf die zahlreichen auf Europa zukommenden bzw. bereits massiv drängenden Herausforderungen wies Prof Tureczek auf Bedeutung und Wichtigkeit guter deutsch-polnischer Beziehungen auf allen Ebenen hin und lobte in diesem Zusammenhang den Heimatkreis für seine Bemühungen. Spontan und offenbar nicht abgesprochen kam Andrzej Chmielewski nach vorn, nahm seine Anstecknadel mit dem schwungvoll stilisierten blauen „M“ des Kreises Miedzyrzecz von seinem Revers und heftete sie unter Applaus der Heimatfreunde an das Revers des Vorsitzenden, der sich für diese freundschaftliche Geste herzlich bedankte.
Es ist für unsere Heimattreffen eine lang gepflegte Tradition, dass nach dem Bericht von Tomasz Czabanski der Verstorbenen gedacht wird, wobei der Wortlaut des vorgetragenen Textes seit vielen Jahren unverändert ist. Angesichts der aus Meseritz angereisten Delegation wurde er in diesem Jahr um eine Passage ergänzt, die sicherlich alle Heimatfreunde in aller Aufrichtigkeit mittragen und die wichtig genug ist, um auch an dieser Stelle erwähnt zu werden:

«Wir gedenken heute auch der mehr als 5 Millionen Polen, die zwischen 1939 und 1945 durch deutsche Schuld und Gewalt ums Leben kamen. Mit Dankbarkeit erinnern wir daran, dass es die polnischen Bischöfe waren, die vor 60 Jahren als Erste mutig die Hand zur Versöhnung mit uns Deutschen ausgestreckt haben, indem sie ihren deutschen Amtsbrüdern den Hirtenbrief „Wir vergeben und bitten um Vergebung“ übermittelten.

In den Vorjahren endete im Anschluss an das feierliche Totengedenken stets der offizielle Teil der Heimattreffen. In diesem Jahr aber war es anders, denn unter Hinweis auf das 50. Gründungsjubiläum trat der Vorsitzende erneut an das Mikrofon und setzte seine Ansprache fort:

«Liebe Heimatfreunde, Gäste und Freunde, es war der 2. Oktober 1976 und damit mehr als 30 Jahre nach Flucht und Vertreibung aus der angestammten Heimat, als frühere Bewohner des ehemaligen Kreises Meseritz den Heimatkreis Meseritz als eingetragenen Verein gründeten.
Damit begeht unsere Gemeinschaft in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag, was Vorstand und Beirat zum Anlass genommen hatten, die Mitglieder zu einer von einem professionellen G.steführer begleiteten Busfahrt durch die Prignitz einzuladen. Bekanntlich war die Prignitz 1945 für die Flüchtlinge und Vertriebenen des Kreises Meseritz offizielles Evakuierungsgebiet. Insofern hatte der gestrige Ausflug für uns alle auch eine historische Komponente.
Aber was, liebe Heimatfreunde, wäre ein 50. Gründungsjubiläum ohne einen entsprechenden Festvortrag? Es wäre in der Tat ein Armutszeugnis! Deswegen, verehrte Anwesende, kommen wir jetzt zum dritten Höhepunkt unseres diesjährigen Treffens.
Wolfgang Kessler, promovierter Historiker und Slawistiker, von 1989 bis 2011 Direktor der Stiftung Martin Opitz Bibliothek und mehrere Jahre Vorsitzender der Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen, hat sich als Mitglied des Beirates des Heimatkreises bereit erklärt, heute die Rolle des Festredners zu übernehmen.
Lieber Herr Dr. Kessler, mit unserem Applaus danken wir Ihnen für Ihre Bereitschaft und sind gespannt, was Sie dem Heimatkreis Meseritz zu seinem 50. Gründungsjubiläum zu sagen haben. Der Rednerplatz gehört Ihnen.»


Heimatkreistreffen in
Perleberg – 9. Mai 2026
Bild links: Dr. habil. Marceli Tureczek, Professor an der Universität Zielona Gora/Grünberg.
Bild rechts: Dr. Wolfgang Kessler beim Festvortrag „50 Jahre Heimatkreis Meseritz“


Der Angesprochene übernahm das Mikrofon und führte die anwesenden Heimatfreunde und Gäste durch 80 Jahre Flüchtlings- und Vertriebenengeschichte:

«Heimatkreis Meseritz – 50 Jahre eingetragener Verein
Der historische Kreis Meseritz ist heute unter den polnischen Kreisen Miedzyrzecz und Swiebodzin (Schwiebus) in der Wojewodschaft Lubuska geteilt. Gehen wir vor den Ersten Weltkrieg zurück, gehören die 1920 verlorenen Teile heute zu den Kreisen Miedzychód (Birnbaum) und Nowy Tomysl (Neutomischel) in Großpolen. Es gibt heute keinen gebietsidentischen Nachfolger.
Flucht und Vertreibung, wenn nicht Tod, waren das Schicksal der deutschen Bevölkerung östlich von Oder und Neiße vor und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, unabhängig von persönlicher Haltung und Einstellung. Von den Betroffenen wurde der Heimatverlust als Unrecht erfahren, unabhängig von individueller Schuld oder Verantwortlichkeit. Aber das ist heute nicht das Thema.
Die vertriebene Bevölkerung wurde über die vier Besatzungszonen verteilt, in der Sowjetischen Besatzungszone wurde eine größere Gruppe in die Prignitz eingewiesen.

Wie fanden die Meseritzer aus Stadt und Kreis wieder zusammen? In den Westzonen organisierten sich Heimatkreise und Landsmannschaften informell seit 1946 mit dem Ziel der Kontaktaufnahme zum Informationsaustausch und zur Familienzusammenführung, offiziell in der Bundesrepublik erst ab 1949.
Die kriegsdienstpflichtigen Männer waren vielfach - und das in der Sowjetunion bis 1955 - in Kriegsgefangenschaft, oft seit Jahren von ihren Familien getrennt.
Die Landsmannschaften und ihre Heimatkreise organisierten sich entsprechend dem Gebietsstand von 1945. Und damit gehörte Meseritz, erst seit der Verwaltungsreform 1938 (also nach einem Friedens- und sechs Kriegsjahren) als Kreis der Provinz Brandenburg zugeordnet, in das Aufgabenfeld der brandenburgischen Landsmannschaft. Diese fühlte sich jedoch mit allem historischen Recht insgesamt für Meseritz und seine geflüchteten bzw. vertriebenen Einwohner wenig zuständig. Die nach dem Krieg für die ehemalige Provinz Posen zuständige Landsmannschaft Weichsel-Warthe legte ihr Hauptaugenmerk nahezu ausschließlich auf die deutsche Volksgruppe des im Jahr 1920 polnisch gewordenen Gebietsteil. Die Kreise und Kreisteile, die von 1922 bis 1938 zur Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen gehört hatten und von der Provinzialverwaltung anfangs in Meseritz, nach entsprechendem Ausbau ab 1928 in Schneidemühl beaufsichtigt wurden, fanden bei ihrer Landsmannschaft nur geringes Interesse.

Im November 1945 gab Dr. Gebhard Döring (1902-1965), seit 1937 Studienrat an der Meseritzer Oberschule, die erste Nummer eines auf einer Schreibmaschine mit Durchschlägen erstellten Rundbriefes heraus. Im November 1948 teilte er in Nr. 17, der letzten Ausgabe seines Rundbriefs, mit: „Unsere Heimatzeitung ist im Werden! Sie richtet sich zunächst an die Gemeinden der früheren Kirchenkreise Meseritz u[nd] Schwerin, will aber ohne Rücksicht auf das Bekenntnis ein geistiges Band über alle Heimatgenossen schlingen. Sie wird Heimatgruss heißen und diese Blätter ablösen [...]“.
Am bis 1951 weiter erscheinenden hektographierten Rundbrief war Döring nicht mehr beteiligt.

Im Mai 1950 gab er die erste Nummer des „Heimatgruss. Nachrichten für Meseritzer“ heraus, bis zur Nr. 5 im September 1951 im Kleinformat (Din A 5), dann in der bis heute bewährten Druckgröße. Er verantwortete den Heimatgruss bis zum Heft Nr. 15 (1964) mit etwa 250 Exemplaren, in der Regel mit einer Ausgabe im Jahr. Johannes Kupfer, seinen Nachfolger, gelang es 1964, die vierteljährliche Erscheinungsweise durchzusetzen. Nach dessen Tod folgte Ernst Hoffmann (1914- 1991), der den Heimatgruss von Nr. 24 (1968) bis Nr. 117 (1991) verantwortete und die Auflage auf 1 700 Exemplare steigerte.
In Nr. 51 (1974) veröffentlichte er einen in den Folgenummern nicht weiter diskutierten Satzungsentwurf. Bis Ende 1977 erschien der Heimatgruss „für die früheren Bewohner des Kreises Meseritz“, ab Januar 1978 „für die Mitglieder und Freunde des Heimatkreis Meseritz e.V.“, was darauf schließen lässt, dass die Vereinsgründung nicht einfach gewesen war. Hoffmann wurde aus dem Verein unterstützt, seine Funktion als Vorsitzender spielte aber eine nachgeordnete Rolle.Wichtig war, dass das finanzielle Risiko für den Heimatgruss auf den Verein übertragen wurde. Außer Beiträgen zur Geschichte der alten Heimat und Reiseberichten sind im Heimatgruss vor allem die Spalten „Aus der Arbeit des Heimatvereins“ wichtig und die Rubrik „Aus der Familie der Meseritzer“. Diese ist ein Kaleidoskop aus unterschiedlichsten Informationen, von Reisegrü.en bis zu historischen Details und familiengeschichtlichen Mitteilungen und Suchanfragen, dazu Geburtstage und Todesnachrichten. Von Treffen lokaler Gruppen und ganzer Heimatortsgemeinschaften wird zwar im Heimatgruss berichtet, der Verein selbst organisierte jedoch lediglich jedes zweite Jahr das „Große Heimatkreistreffen“ in Paderborn. Hoffmann bot mit der Vereinszeitschrift eine Kommunikationsbasis. Seine politischen Meinungsäußerungen zur Heimatproblematik sind allerdings eher vergessenswert. Abweichende Meinungen ließ er nicht gelten.
Ich erinnere mich an einen Schulpfarrer in Herne, dessen Familie aus Meseritz stammte und der die Erinnerung an Meseritz mit Kontakten nach Miedzyrzecz verbinden wollte und nach heftigem Streit mit Hoffmann alle Initiativen eingestellt hat.

Die seit 1969 des Öfteren angesprochene Patenschaftsübernahme durch den Kreis Paderborn erfolgte erst 1984. Die Einrichtung einer Heimatstube im Kreismuseum Wewelsburg, wie sie zuvor mehrfach erörtert worden war, erfolgte 1985 und blieb bis zum Museumsumbau 2009 erhalten. Die gleichzeitige Übernahme der Patenschaft und Sammlung von Exponaten für den Kreis Schwerin (Warthe) durch den Kreis Paderborn führte jedoch zu keiner engeren Zusammenarbeit zwischen beiden Heimatkreisen. 1991 starb Ernst Hoffmann. Seine aus Wanne- Eickel (seit 1975 Herne) stammende Frau Hildegard wirkte bis kurz vor ihrem Tod 1999 als Schatzmeisterin des Vereins.
Mit Heimatgruss Nr. 119 (September 1991) übernahm Brunfriede Fischer von Mollard (1930-2022) unter Mitwirkung von Ulrich Hentschke, Giesbert Jermis und Joachim Schmidt die Redaktion bis 2016. Die Schriftleiterin hatte vorher in der Zeitung der Landsmannschaft Berlin-Mark Brandenburg über den Heimatkreis Meseritz berichtet. Vorsitzender des Heimatkreis Meseritz wurde 1991 Kurt v. Tempelhoff (1934-1999). Als dieser starb, übernahm kommissarisch „Gretel“ Lehmann (1928- 2017) die Vereinsführung bis zum Jahr 2000, als Leonard v. Kalckreuth (1930-2017) an ihre Stelle trat. Alle drei hatten gute Kontakte in den polnischen Nachfolgekreis.

Der Berichtszeitraum des Heimatgruss wurde in den vergangenen Jahrzehnten auf den Kreis Meseritz vor dem Ersten Weltkrieg erweitert und zudem auf den seit 1920 polnischen Nachbarkreis Birnbaum (Miedzychód) ausgedehnt, in dem v. Kalckreuth aufgewachsen war.
Dessen Heimatkreisgemeinschaft hatte in den 1980er Jahren ihre Tätigkeit eingestellt, ihr verbliebener Rest vereinigte sich 2001 mit dem Heimatkreis Meseritz bzw. ging in ihm auf.
Seit 2003 berichtet Frau Prof. Malgorzata Czabanska-Rosada aktuell aus dem Kreis Miedzyrzecz, und es finden sich auch immer wieder einmal Beiträge polnischer Autoren (z.B. Andrzej Kirmiel) im Heimatgruss.
Die Vereinsstruktur hat seit 1990 vor allem dazu beigetragen, zwei Aktivitäten zu sichern:
Heimatgruss und das jährliche Treffen. Die Aktivitäten im Umfeld des Vereins sind in den letzten 20 Jahren fortschreitend entschlafen, weil die Akteurinnen und Akteure immer weniger an Zahl geworden sind. Die Selbstfinanzierung war die Voraussetzung der Aktivitäten.

Die Landsmannschaft Ostbrandenburg/Neumark (seit 2015) hat sich mit Meseritz nicht näher befasst. Die Landsmannschaft Weichsel-Warthe, die unter dem Vorsitz Martin Sprungalas (1962- 2022) sehr gute Kontakte zum Heimatkreis unterhielt, ist an den bis 1945 deutschen Kreisen wohl nicht mehr interessiert.
Die vor 50 Jahren beschlossene Satzung des Heimatkreis Meseritz hat die Existenz des Vereins über ein halbes Jahrhundert gesichert.

Die Erlebnisgeneration schwindet zusehend. 80 Jahre nach Kriegsende fällt der Umgang mit den Erfahrungen der Erlebnisgeneration, aber auch mit der einschlägigen Forschung schwer. Meseritz ist keine Ausnahme!»


Nach dem Festvortrag von Herrn Dr. Kessler dankte ihm der Vorsitzende im Namen aller Anwesenden für den informativen Ritt durch die Geschichte des Heimatkreises. Vor allem die jüngeren Heimatfreunde dürften Einiges über die Historie unserer Gemeinschaft erfahren haben, das ihnen bis dahin nicht bekannt war Schließlich wurde das Ende des offiziellen Teils des Treffens mit folgenden Worten eingeleitet:

«Liebe Heimatfreunde, damit endet der erste, der offizielle Teil unseres Heimatkreistreffens. Zum vierten Höhepunkt des Tages, zum Mittagessen, werde ich rechtzeitig aufrufen. Aber schon jetzt möchte ich dem Team von Herrn Kiefer unseren herzlichen Dank für die heutige Versorgung aussprechen.
Für die kommenden Stunden wünsche ich Ihnen viele anregende, interessante Gespräche und Begegnungen. Nutzen Sie vor allem auch die Gelegenheit, unsere neuen Gäste und Freunde aus Meseritz im persönlichen Gespräch kennenzulernen. Wanda und Joachim Gladisch sowie unsere liebe Malgorzata werden gerne kommunikative Hilfestellung geben, die bei Prof. Tureczek und Dr. Urbanek aber überflüssig ist, beide sprechen fließend Deutsch!
Ich bedanke mich vielmals für Ihre Aufmerksamkeit.»


Heimatkreistreffen in
Perleberg – 9. Mai 2026
Immer ein Ort des Austauschs und der Begegnung – Blick in den Saal des Hotel Stadt Magdeburg




Das nächste große Treffen der Heimatkreise Meseritz und Birnbaum findet am Sonnabend, 22. Mai 2027 in Perleberg statt.