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Ortsbuch Kreis Meseritz
Betsche (poln. Pszczew),
bis 1945 Stadt
Dr. Wolfgang Kessler
Betsche - 1259: Pczew; 1288-1945 Stadt. –
1288: Wojewodschaft Posen); 1793-1806:
Betsche, Pszewo (Provinz Südpreußen); 1806-
1815: Herzogtum Warschau; 1816-1920: Betsche,
Kreis Meseritz, Provinz Posen, 1922-1938 Provinz
Grenzmark Posen-Westpreußen, 1938-1945:
Provinz Brandenburg, 1946 Pszczew, Dorf, pow.
Miedzyrzecz (woj. Poznan); 1950: Wojewodschaft
Zielona Góra, powiat Miedzyrzecz; 1975: Wojewodschaft
Gorzów Wkp.; seit 1999: gmina Pczew,
pow. Miedzyrzecz. woj. Lubuskie (Sitz der Gemeinde
Pszczew).
Wappen
1446 verlieh der Bischof von Posen der Stadt
ein Wappen: In rotem Feld ein goldenes Boot,
darüber eine goldene Mithra und goldener Bischofsstab. Während der preußischen Zeit gab es
Versuche, ein anderes Wappen zu geben. 1945 wurde das ursprüngliche Wappen zurückgegeben.
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Ausschnitt aus: Bundesarchiv KART 210-5 TK 356 / Fotograf: o. Ang.
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Geographie
52°282413N – 15°462523 O . – Meßtischblatt Nr.3560: Betsche –
1:25.000 (1938). – Postleitzahl: PL 66-330
Höhe: 59 m. – In der nordsüdlich verlaufenden
Talrinne zwischen Scharziger See (Jezioro Du|sy
Szarcz) und Klopfsee (Jezioro Chlop) am Betscher
Stadtsee (Jezioro Miejskie). – Rippenförmige Anlage,
ca. 1 km lang, mit kurzen Querstaßen auf
einer nordsüdlich verlaufenden, 200-300 m breiten Bodenschwelle zw. dem Stadtsee im Osten
und dem erloschenen Mielnosee (heute Sumpfgebiet)
im Westen. Das Dorf ist das touristische
Zentrum des Pszczewski Park Krajobrazowy
(Betscher Landschaftspark).
An der 1595 erwähnten Handelsstraße nach
Posen. – 1887 Anschluss an die Eisenbahn von
Meseritz (Miedzyrzecz) nach Birnbaum
(Miedzychód), 1910 an die Strecke von Reppen
(Rzepin) nach Birnbaum und 1939 an die Strecke
von Meseritz nach Wierzebaum (Wierzbno). Der
Bahnhof wurde 1995 geschlossen.
Stadtfläche 1930: 4709 ha; Landwirtschaftliche
Nutzflächen 1849: 6002 Morgen Acker, 1716 Morgen
Hütung, 1305 Morgen Wald, 958 Morgen Wiesen.
– 1885: 3084 ha. – 1905: 2713,5 ha. – 1920:
Der Stadtbez. Wrony kam an Polen. – 1928: Gut
Betsche (2166 ha) eingemeindet. – 1930: 4706,9
ha.
1818 lag Betsche an der fahren den Post von
Posen nach Berlin. – 2020: Busverbindungen u.a.
nach Miedzychód und Meseritz.
Einwohnerzahl
1793: 552 (14 Ev., 538 Kath., 101
Feuerstellen); 1816: 958; 1849: 1542 (284 Ev.,
1119 Kath., 139 Juden); 1858: 1770; 1871 1809;
1880: 1921; 1885: 419 Ev., 1483 Kath., 70 Juden;
1890: 1942; 1910: 1862; 1925: 1911 (706 Ev., 1150
Kath., 54 Juden); 1925: 1720; 1939: 1702 (493
Haushaltungen); 1961: 1799; 1988: 1736; 2002:
1786; 2011: 1893; 2021: 1973.
Nationale Zusammensetzung:
Ende des 18. Jahrhunderts teilweise polnisch; vor 1914: Ca. 10 % der Bevölkerung
polnisch; 1925: ca. 8 % (310 Personen).
1874: Standesamt. – 1880: Post und Telegraf. –
Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Miedzyrzecz
(Meseritz) – Wierzbno (Würben) – Rzepin
(Reppen) [Personenverkehr 1995 eingestellt].
Wohnplätze 1931: Annahof, Betsche Bhf., Forsthaus
Klopsee, Hiller-Gärtringen, Seemühle, Forsthaus
Waldecke, Ziegelei.
Geschichte
Die Region war schon vor der archivarischen
Überlieferung besiedelt (zahlreiche archäologische
Funde aus dem 7. bis 12. Jahrhundert). 1256
wird urkundlich ein capellanus de Pczew (Kaplan
von Pczew) erwähnt. 1259 wird das Dorf urkundlich
als Tafelgut des Bischofs von Posen genannt.
Nach der Urkunde vom 17. Januar 1288 verlieh
Bischof Jan Gerbicz seine Dörfer Pszczew und
Szarcz an Jan namens Lubinowo, um die Stadt
Pszczew nach deutschem Recht zu gründen.
1289 wurde der Ort Sitz einer Propstei, die
sechzig Orte umfasste und sich bis an die Oder
erstreckte.
Mit dem Bürgermeisteramt erhielt dieser auch
das Recht, eine Mühle und ein Badehaus zu betreiben,
Hasen und Fasane frei zu jagen und in
drei Seen frei zu fischen. Ihm wurden weitere Einnahmen
zugesprochen, dazu Bauholz.
1289 wurde der Ort Sitz einer Propstei, die
sechzig Orte umfasste und sich bis an die Oder
erstreckte. Am Anfang des 15. Jahrhunderts wurde
das Stadtrecht vom Posener Bischof bestätigt.
Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde die
Stadt mehrfach heimgesucht; auch hatte sie unter
Seuchen zu leiden.
Wiederholt wüteten Brände, 1520 brannten Soldaten
des Hochmeisters des Deutschen Orden
die Stadt nieder, 1631 die schwedische Armee.
In den Jahren 1657 und 1709/10 grassierte die
Pest. Zunftprivilegien: Schneiderinnung (1594),
Mälzerinnung (1632), Schuster (1711), 1793 wurden
die Schuster- und die Schneiderinnung nicht
geschlossen. Das älteste Schöffenbuch von 1554
wurde anfänglich lateinisch, ab 1564 polnisch
geführt. 1793 waren Rat und Gericht mit Polen
besetzt, die außer dem Gerichtsbeisitzer kein
Deutsch konnten. – 1776 verlieh der Bischof zu
den sieben bestehenden Jahrmärkten zwei weitere,
allerdings waren alle ohne größere Bedeutung.
Vor 1793 wurde Handel mit Schlesien und
Brandenburg geführt. Das Handwerk war Hauptnahrung,
daneben Ackerbau.
Mit der zweiten Teilung Polens fiel Betsche
1793 unter preußische Herrschaft, 1807 bis 1815
an das Herzogtum Warschau, 1815 wieder an
Preußen als Teil des Kreises Meseritz im Großfürstentum
(1848 in der Provinz) Posen, bis 1866
außerhalb des Deutschen Bundes. 1796 wurden
die Güter des Bischofs vom preußischen Staat
konfisziert.
Die Mediatstadt fiel 1796 an den Fürsten von
Hohenlohe-Ingelfingen, 1828 kaufte Rudolf Baron
Hiller von Gärtringen den Besitz (das Gut blieb
bis 1945 im Besitz der Familie).
Anfang des 19. Jahrhunderts war Betsche Zentrum
einer weitverzweigten Verbrecherbande, angeblich
lebte ein Viertel der Bevölkerung von Diebstahl
und Hehlerei. Erst 1832 wurde nach Einbrüchen
in Berlin die Diebesbande ausgehoben. Da
auch Juden zu dieser Bande gehörten, wurde dies
besonders in den 1930er-Jahren zur antisemitischen
Propaganda genutzt.
1887 erhielt die Stadt eine Eisenbahnverbindung
mit Meseritz und Birnbaum. An der Westgrenze
der Provinz hatte die Stadt eine starke
polnische Minderheit. 1890 waren nur 19,5 % der
Einwohner der Stadt protestantisch.
Seit 1877 wurde hier eine polnische Volksbank
(Polski Bank Ludowy) gegründet. 1910 gab es
neben der Volksbank eine Spar- und Darlehnskasse.
1905 verzeichnete die Statistik unter den
Einwohnern 396 polnisch- und sechs mehrsprachige.
1901 wurde ein katholischer Arbeiterverein
gegründet. Nach dem fast vollständigen Niedergang
des Handwerks entwickelte sich die
Korbmacherei. – 1890: Ackerbau – 1910: Brauerei,
Getreidehandel, Kram- und Viehmärkte, Mühle,
Zementfabrik, Ziegelei. – Baubetriebe ab 1920
bedeutungslos.
1918/19 wurde während des Posener (Großpolnischen)
Aufstands zur Verteidigung der Stadt
gegen Polen ein deutscher Grenzschutz gebildet.
Die Stadt blieb bis auf einen Ortsteil beim Deutschen
Reich.
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Ansichtskarte von Betsche (Archiv HGr)
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Nach 1919 wanderte ca. ein Drittel der Bevölkerung
nach Polen aus. 1925 Ortsgruppe des Bundes
der Polen in Deutschland (Kolo Zwiezku
Polaków w Niemczech (1927: 35 Mitglieder). Die
polnische Liste erhielt bei den Landtagswahlen
1928 83 Stimmen, 1932 42 und bei den
Reichstagswahlen 1930 71 Stimmen. – 1934 rechnete
die Polizei 400 Einwohner zur polnischen
Minderheit.
Am 29. Januar 1945 Besetzung durch die Rote
Armee, beim Abzug zerstörten deutsche Soldaten
die Infrastruktur wie den Bahnhof, das Eisenbahnviadukt,
die Post und die Polizeiwache. Sonst
kaum Zerstörungen. Flucht und Vertreibung der
deutschen Bevölkerung. Betsche fiel wieder an
Polen. Am 31. August 1945 verlor es seine Stadtrechte.
Der heutige Name wurde am 12. November
1946 genehmigt.
1948: Sitz einer Landgemeinde, die 5 Ortschaften
(Gromada) umfasste. – 1952 wurde ein Kino
eingerichtet, das mit 88 Plätzen heute (2024) in
Verbindung mit dem Gminny Osrodek Kultury
(Gemeindekulturzentrum) noch besteht. 1960
wurde das Pszczewskie Towarzystwo Kultury
(Betscher Kulturverein) gegründet, 1984 das Imkerei-
Museum (Skansen Pszczelarski)
1999: Sitz einer Landgemeinde mit 18 Ortschaften.
In den Jahren 1975–1998 gehörte das
Dorf zur Wojewodschaft Gorzów. Seit 2012 besitzt
es ein Gminny Osrodek Kultury (Gemeinde-
Kulturzentrum) mit einer Bibliothek mit ca. 16000
Bänden.
Schulen
1603 wurde eine Schule von den Bürgern unterhalten,
1640 beim Pfarrhaus eine Schule errichtet,
die spätere katholische Volksschule (1793: 1
Lehrer). Eine evangelische Volksschule gründete
der Gutsherr 1835, so dass 1849 zwei 2 Elementarschulen.
– 1871 waren 30 % der Bevölkerung
im Alter von mehr als 10 Jahren des Lesens und
Schreibens unkundig. – 2019: 1 öffentliche Vor-,
Grund- und Mittelschule.
Schulen
1603 wurde eine Schule von den Bürgern unterhalten,
1640 beim Pfarrhaus eine Schule errichtet,
die spätere katholische Volksschule (1793: 1
Lehrer). Eine evangelische Volksschule gründete
der Gutsherr 1835, so dass 1849 zwei 2 Elementarschulen.
– 1871 waren 30 % der Bevölkerung
im Alter von mehr als 10 Jahren des Lesens und
Schreibens unkundig. – 2019: 1 öffentliche Vor-,
Grund- und Mittelschule.
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Links: Ehem. ev. Kirche in Betsche
Rechts: Katholische Kirche in Betsche (Archiv HGr) |
Kirchen und Religionsgemeinschaften
Katholische Kirche
Betsche war Sitz eines 1298 im Bistum Posen
begegründeten Archidiakonates, das 1360
erstmals als Archidiakonat Betsche erscheint und
auch Archidiakonat Wronken (Wronki) genannt
wurde (ab 1366 nur noch Archidiakonat Betsche).
Anfang des 16. Jahrhundert wurde der Sitz
des Offizialats nach Meseritz (Miedzyrzecz) verlegt,
1810 das Erzdiakonat aufgehoben. – Das Patronat
der Kirche besaß der Bischof, vom 15. Jahrhundert
bis 1628 der Erzdiakon, im 18. Jahrhundert
wieder der Bischof. –1603 gehörten zum
Kirchspiel die Stadt und 8 Dörfer, in der Pfarrkirche
befanden sich 3 Altäre; 1 Pfarrer, 1 Vikar. –
1793: Der Propst wohnte in Posen, in Betsche
waren der Commendarius, der Vikar und der deutsche
Prediger. 1876 Anstellung eines zweiten Vikars,
der auf Deutsch predigte. – Nach 1920 Apostolische
Prälatur bzw. Visitatur Schneidemühl. –
1938: 1 katholischer Pfarrer. – Seit 1972 bzw. 1992:
Bistum Grünberg-Landsberg (Diecezja zielonogórsko-
gorzowska), Dekanat Betsche.
Evangelische Kirche
Betsche anfänglich Filia von Politzig (Policko), ab
1855 Pfarrei. – 1865 Evangelische Pfarrkirche,
Kirchenkreis Meseritz. – 1923: Evangelische Kirchenprovinz
Grenzmark Posen-Westpreußen. –
1938: 1 ev. Pfarrer.
Jüdische Gemeinde
Vermutlich lebten erst nach 1793 Juden in
Betsche. – 1810 Gründung der Gemeinde, Bau
eines Bethauses und Anlage des Friedhofs, 1815
168 Juden, 1840 173 Juden, 1842 212 Juden,
Bethaus mit einem Vorbeter.
Die erhaltenen Informationen die erste Hälfte
des 19. Jahrhunderts betreffend, konzentrieren
sich hauptsächlich auf den kriminellen Aspekt der
Tätigkeit der Betscher Juden. Bis in die 1840er
Jahre agierte in der Gegend eine weit verzweigte
Diebes-, Betrüger- und Hehlerbande, der auch
Christen angehörten. Nach Heppner und Herzberg
lebte ein Viertel der Einwohner von Betsche
von Diebstahl und Hehlerei. An diesen Vorgängen
waren alle Stände und Klassen von Betsche
beteiligt, wobei sich die Gemeinderepräsentanten
und Stadträte als die schlimmsten Schurken erwiesen.
Die in der Stadt ansässigen Werkstätten
versorgten die Diebe mit allen benötigten Tatwerkzeugen,
es war auch kein Problem, einen falschen
Zeugen zu „besorgen“. Obwohl die kriminellen
Banden einen Jargon mit Ausdrücken aus dem
Hebräischen und eine Mischung aus Deutsch und
Jiddisch verwendeten, kann man nicht alleine von
jüdischen Kriminellen sprechen. 1832 ließ die
Polizei den Diebes- und Hehlerring hochgehen.
Der demographische Höhepunkt der jüdischen
Gemeinde in Betsche wurde im Jahr 1840 erreicht.
Sie bestand damals aus 173 Personen, die hauptsächlich
im Handel und Handwerk tätig waren.
Im
Jahre 1854 wurde die Synagoge in Betsche umgebaut
bzw. wiederaufgebaut. Neben der Synagoge
gab es im Ort eine Schule für Kinder (Cheder),
ein rituelles Bad (Mikwe) und eine koschere
Metzgerei.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts
nahm die Zahl der Juden in Betsche, wie auch in
anderen nahegelegenen Orten, systematisch ab
und betrug Ende des 19. Jahrhunderts nur noch
58 Personen. Die Juden wanderten in die großen
Städte aus, hauptsächlich nach Berlin. In der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die Gemeinde
schon keinen eigenen Rabbiner mehr.
1854: Errichtung einer Synagoge in Fachwerkbauweise
(11 x 7 m). – 1895: 58 Juden. Ende des
19. Jahrhundert verrichtete der Rabbiner aus
Schwerin/W. die Gottesdienste in Betsche – 1938:
wurde Betsches Gemeinde wegen der zu geringen
Mitgliederzahl aufgelöst. – 17. Mai 1939: Die
Ergänzungskartei zur Volkszählung verzeichnet 13
Personen in Betsche – 11 namentlich bekannte
Einwohner von B. wurden Opfer des Holocaust.
– Die Synagoge während der Reichskristallnacht
profaniert, später diente sie als Malerwerkstatt. –
Vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts wurde
ca. 0,5 km südwestlich der Stadt der Friedhof angelegt,
1944 teilweise bei der Anlage von Panzerabwehrstellungen abgetragen und in den 1970er-Jahren beseitigt. Heute erinnert an ihn ein 1995 errichteter Gedenkstein.
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| Ansichtskarte Betsche (Archiv HGr) |
Baudenkmäler
· Katholische Pfarrkirche der Hl. Maria
Magdalena, ul. Sikorskiego 15. – Am Nordausgang
der Stadt im Stil der Spätrenaissance errichtet. –
Die 1631 abgebrannte katholische Kirche Maria-
Magdalena, als gut ausgestattete Holzkirche beschrieben,
wurde 1632-1654 im Stil der Spätrenaissance
mit Barockelementen wiederaufgebaut
(1775 Turmbau), 1781-1784 Umbau und Erweiterung,
1894-1896 Erweiterung der Kirche. - Pfarrhaus,
ul. Sikorskiego 15, aus der Mitte des 18.
Jahrhunderts, Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut.
· Ehemalige Synagoge, erbaut 1854.
· Gut mit Gutshaus. Den um 1694 erbauten Sommersitz
der Bischöfe von Posen ließ Rudolf Hiller
von Gaertringen um 1830 klassizistisch umbauen.
Nach seinem Tod 1866 trug der Gutsbezirk,
jetzt im Besitz seines Schwiegersohnes Dohna,
zur Erinnerung an ihn den Namen „Hiller-
Gaertringen“.
· Gericht
· Park, mit einer Festung
Die am Südausgang 1864-1865 in der Nähe
des Gutshofes erbaute evangelische Kirche wurde
1964 abgetragen. Das Rathaus, 1793 als sehr
baufällig beschrieben, ist heute nicht mehr vorhanden.
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| Gutshaus Betsche (Archiv HGr) |
Bevölkerungsverzeichnisse
Evangelische Kirchenbuch-Duplikate 1855-1874
im Brandenburgischen Landeshauptarchiv
Potsdam, katholische Kirchenbücher 1632-1945
lückenhaft im Diözesanarchiv Zielona Góra, Duplikate
1826-1874 lückenhaft im Brandenburgischen
Landeshauptarchiv; Standesamtregister
1821-1878 im Landesarchiv Berlin, von 1874-1918
lückenhaft imStaatsarchiv Gorzow, von 1911-1945
lückenhaft im Stadtarchiv Miedzyrzecz . – Jüdische
Standesregister von 1809-1811 lückenhaft
im Diözesanarchiv Zielona Góra, von 1817-1847
in der Deutschen Zentralstelle für Genealogie im
Staatsarchiv Leipzig, Jüdische Bevölkerungslisten
1877-1914 als Kopie in der FamilySearch Library
of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints,
Salt Lake City, Utah.
Literatur
· Wuttke, Heinrich: Städtebuch des Landes Posen.
Leipzig 1864, S. 268-269.
· Slownik geograficzny Królestwa Polskiego. T.
9.Warszawa 1888, S. 253.
· Schlatter: Aus der Geschichte der Stadt
Betsche. – In: Grenzmärkische Heimatblätter
1931, S. 9-39.
· Deutsches Städtebuch. Bd. 1. Stuttgart 1939,
S. 504.
Slownik historyczno-geograficzny województwa
poznanskiego w sredniowieczu. Bd. 4. Poznan
2001, S. 617–623.
· Pszczew. Oblicze Malej Ojczyzny / Pszczew.
Das wahre Gesicht der Heimat / Hrsg.: M. Jasinski.
Pszczew 2005.
· Kirmiel, Andrzej: Lydzi w Pszczewie.
Wejherowo 2017.
· Kirmiel, Andrzej: Geschichte der
jüdischen Gemeinde in Betsche
(Pszczew). - https://www.unipotsdam.
de/de/juedischefriedhoefe-
pl/friedhof-pszczew/
geschichte-der-gemeinde.
· Städtebuch Historisches Ostbrandenburg.
Hrsg. von Klaus
Neitmann und Winfried Schich,
bearb. von Joachim Stephan.
Berlin 2022 (Bibliothek der
Brandenburgischen und Preußischen
Geschichte, Bd. 19 = Deutsches
Städtebuch, Bd. 4).
Digital: https://www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/Forschung/staedtebuch-historischesostbrandenburg/betsche.html
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