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Malerische Auseinandersetzung
mit der Vergangenheit
Eine Begegnung
von Kunst, Geschichte und Erinnerung in der
Region Lubuskie, Brandenburg und einem Teil
Sachsens
Text und Fotos: Wojtek Derwich
Im Oktober 2025 fand in Glebokie /
Glembuch See bei Meseritz eine Gemäldeausstellung
statt unter dem Titel: „Malerische Auseinandersetzung
mit der Vergangenheit.“
Die diejährige internationale Kunstpleinair („Freilicht-
Malerei“) mit dem Thema „Retrospektion –
eine malerische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit
im Grenzgebiet“, ist die Begegnung
von Kunst, Geschichte und Erinnerung in der
Region Lubuskie, Brandenburg und einem Teil
Sachsens. Die vielschichtige Vergangenheit des
Grenzgebietes und das gemeinsame kulturelle
Vermächtnis sind eine Brücke, die das gemeinsame,
europäische Erbe prägen und verbinden.
Viele Werke, die während des zweiwöchigen Pleinairs
und den Exkursionen entstanden sind, zeigen
Sehenswürdigkeiten – gesehen mit den Augen der
Künstler.
Die dreißig Maler, die an dem Internationalen
Pleinair 2025 teilnahmen, traten in einen individue||en
Dia|og mit einem ausgewählten 0rt – einer Stadt,
einem Dorf oder einem architektonischen 0bjekt.
Die künstlerische Reise begann an der Kathedrale
von Gorzów und fand ihren Abschluss auf
deutscher Seite vor der malerischen Kulisse des
Neuen Schlosses in Bad Muskau.
Das Ergebnis dieser kreativen
Reise ist eine Sammlung von Werken,
die in der aktuellen Ausstellung
präsentieren wurden. Jedes Bild ist
eine Aufzeichnung der lnspirationen,
Reflexionen und Emotionen, die in
den Künstlern durch die Begegnung
mit der in Mauern, Landschaften und
architektonischen Details verborgenen
Geschichte geweckt wurden.
Gerade diese Orte – voller Spuren
früherer Generationen und Zeugnisse
der kulturellen Verflechtung der
Grenzregion – wurden zum Anstoß
für eine kreative Rückschau. Hoffen
wir, dass Sie beim Betrachten dieser
Ausstellung entdecken konnten,
wie die Vergangenheit die Fantasie
zeitgenössischer Künstler anregt und
nicht nur zur lnspiration wurde, sondern
auch zu einer Brücke, die unser
gemeinsames Erbe verbindet.
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| Die Teilnehmer der Internationalen
Pleinair 2025 |
Die Kirche St. Maria Magdalena in
Betsche
Aus dem Jahr 1446 stammt die Nachricht über
den Bau einer Kirche in Betsche an der Stelle in
Betsche, an der bereits 1298 Kirche errichtet worden
war, als der Posener Bischof Andrzej
Szymanowic hier ein Archidiakonat gegründet
hatte. Die heutige Kirche wurde in den Jahren
1632-1650 an der Stelle der abgebrannten Kirche
gebaut. Das wertvollste Stück der barocken
Ausstattung der Kirche ist das Gemälde der Muttergottes
unter EngeIn aus dem 17. Jahrhundert.
llka Zofia Neumann „Spuren der Vergangenheit sind als Muster
vieler Farbschichten an der Hauswand sichtbar.
In meinen Bildern suche ich die Farben und Muster.“
Kloster Neuzelle (Deutschland)
Der K|osterkomplex besteht in seiner heutigen
Form aus einer Kirche, Klostergebäuden sowie
einer Brauerei, einer Orangerie, dem unterirdischen
Himmlischen Gewölbe – einer Darstellung
der Passion Christi in 15 Gemälden aus der Zeit
um 1750 aus dem Heiligen Grab in Neuzelle –
sowie einem 5 ha großen Klostergarten aus dem
18. Jahrhundert, der 2022 restauriert wurde und
der einzige Barockgarten in Brandenburg ist. Die
Kirche mit ihrer reichen Innenausstattung gilt als
wertvolles Beispiel barocker Kunst im Land
Brandenburg.
Jerzy Fedro „Achtung! Ein höherer Bewusstseinszustand,
Zeit und Ort, hier und jetzt ... verpassen Sie
diesen MOMENT nicht.“
Die Zisterzienserabtei in Kloster Paradies
Es handelt sich um die größte und am besten erhaltene
Klosteranlage in der Woiwodschaft
Lubuskie. Am 15. August 2020 wurde sie zum
Heiligtum der Muttergottes, der Erzieherin der
Priesterberufungen, erklärt. Um 1270-1290 wurde
mit dem Bau der Kirche begonnen, der über
hundert Jahre andauerte. Die Weihe der Kirche
fand 1397 statt. Die Kirche wurde ursprünglich im
gotischen Stil erbaut. Wie die meisten
Zisterzienserklöster wurde sie der Himmelfahrt der
Heiligen Maria und dem Heiligen Martin geweiht.
Chris Firchow Bietet keine oberflächlichen Einsichten an,
sondern macht die Essenz der Dinge
für den Betrachter erfahrbar.

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