Das Jahrbuch Weichsel-Warthe 2019 ist erschienen!
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Das 65. Jahrbuch ist erstellt! Das Motto des diesjährigen Jahrbuchs sind „Der Großpolnische Aufstand 1919 und die Wiedererstehung Polens“.
U. a. beschäftigen sich die Vignetten mit diesem Thema.
Von Dr. Martin Sprungala

Jahrbuch Weichsel-Warthe 2019Das Titelbild zeigt eines der zahlreichen Erinnerungsdenkmäler an die Aufständischen in Posen, seitlich umgeben von zwei deutschen Denkmälern in Frankfurt/ O. und ein ehemaliges Heldengrab in Unruhstadt (Kargowa). Für die LWW bedeuteten der Aufstand und die Wiedererstehung den Beginn der Vorgeschichte ihrer Entstehungsgeschichte.

Auch das Kalendarium nimmt sich des Titelthemas an und zeigt auf den Monatsseiten Bilder aus den Phasen der Wiedererstehung Polens und einige der wenigen überlieferten deutschen Bilddokumente aus dieser Umbruchzeit. In einem gesonderten Text zu den Vignetten stellt Dr. Sprungala die Hintergründe für die Bildauswahl dar.
Das geistliche Wort schrieb auch in diesem Jahr Altbischof Dr. Johannes Launhardt. Es folgt von Dr. Martin Sprungala der Nachruf auf den langjährigen Landesvorsitzenden in Niedersachsen, Georg Husak.
In dem obligatorischen Kalendarium wird das Titelthema bildlich aufbereitet und die „Bunten Seiten“ dokumentieren die Aktivitäten der LWW im Jahr 2017/18 und die Bundesversammlung und Bundeskulturtagung 2018 in Fulda.

Die ersten Beiträge widmen sich direkt dem Titelthema. Martin Sprungala zitiert aus einer Quelle von Zeitzeugen „Schulchronikberichte über den Großpolnischen Aufstand im Südwesten des Posener Landes“ und ergänzt sie durch eine höchst seltene Sammlung von Fotos aus dieser kleinen Region. „Die Lage im Kreis Kolmar bei Beendigung des 1. Weltkrieges“ stellt Wilhelm Tappert vor. Weitere seltene Dokumente und Bilder stellen Stefan Petriuk und Martin Sprungala in dem Beitrag über „Die kurze polnische Besetzung Unruhstadts (1919)“ vor. Die Eroberung der Posener Städte lief höchst unterschiedlich ab und das deutsche Militär hat sich dabei nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, wie das Beispiel „Wie Neutomischel polnisch wurde“ von Martin Sprungala belegt. Auch damals bereits organisierten sich die bedrängten Deutschen und „In Birnbaum (Międzychód) wurde der „Deutsche Heimatbund Posener Flüchtlinge“ gegründet“.
Es folgen Beiträge und Gedanken zur Arbeit der Landsmannschaft Weichsel-Warthe. Bei der Feier „60 Jahre Patenschaft Heimatkreis Wollstein – Landkreis Uelzen“ im Herbst 2017 hielt Gudrun Backeberg diesen Rückblick auf 60 Jahre Arbeit.
Eine erfolgreiche polnisch-deutsche Zusammenarbeit schildert der Museumsdirektor Andrzej Kirmiel „Ein neuer Blick auf die Geschichte der Stadt. Die Ausstellung Deutsche und andere Bewohner von Meseritz“ und Pastor Erich Busse stellt die Arbeit von „Marian Sobkowiak und der schwierige Weg zur Versöhnung“ vor.
Harri Petras stellt die Frage „Heimat 2018 – das Smartphone!?“ und Rolf Stolz will „Das Vergessen verwehren!“.
Mit seinem Aufruf zur Unterstützung seiner Forschung verbindet Jochen Schröder ein Fallbeispiel „Das Schicksal deutscher Apotheker aus dem Osten“.
Auch in diesem Jahr haben die Jahrbuchautoren biographische Darstellungen zusammengetragen. Harald Schäfer stellt die „Bretter, die die Welt bedeuten… Schauspieler/innen aus der Provinz Posen“ vor und Wilfried Gerke „Posener Politikerinnen“.
Aus Mittelpolen stellt Piotr Kirsch die „Familie Sachs. Polen aus freier Wahl“ vor – ein durchaus typisches Geschehen in Lodz. Die Familiengeschichte interessiert heute viele Menschen. Ein ganz besonderes Ergebnis aus der aktuellen Arbeit der LWW stellt Martin Sprungala vor mit „Faszination Familienforschung. Die Posener Familie Lefeber“.
Über polnische Literaten wissen Deutsche wenig, dabei gibt es aus der Vergangenheit interessante Verknüpfungen, wie Wojciech Wochnas Beispiel über „(W) Ladislaus S. Reymont über die Bauern von Grömbach“ zeigt.
Zur gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichte gehören auch immer die Juden. Mit „Heinz Brandt – Posener Jude, Widerstandskämpfer, Opfer der SED“ zeigt Rolf Stolz deren schwierige, ambivalente Geschichte auf.
Zeitzeugen gibt es nicht nur heutige, noch lebende, sondern auch Dokumente aus der Vergangenheit. Dr. Sprungala fand solch „Eine kleine Erinnerung an den polnischen Aufstand von 1848“.
Prof. Dr. Erich Müller schwelgt in der Erinnerung „Ach, wie schön war es auf dem Lemberger VIS-Sportplatz!“ und schildert „Wie die Lemberger und Stryjer Deutschen das österreichische Kaiserjubiläum 1906 feierten und auszunutzen wussten“.
Eine bislang kaum beachtete Gruppe in Polen sind die Sinti und Roma (früher einfach Zigeuner genannt). Eine Persönlichkeit aus dieser Gruppe im Dobriner Land brachte es zu weltweitem Ruhm. Elfriede Eichelkraut stellt den „Stummfilm-Star Pola Negri“ vor „– ein Kind des Dobriner Landes –“.
Ein Erinnerungsdokument besonderer Art fand Horst Eckert mit einem „Posener Wappen als Denkmal im Garten“.
Dem Titel Jahrbuch wird auch in diesem Jahr Margarete Schönfeldt gerecht mit einem abschließenden Beitrag, „Ein Weihnachtserlebnis aus meiner frühen Kindheit“.
Es folgen die Autorenkurzbiographien, die Anschriften der LWW-Organisationen und Einrichtungen sowie Schrifttumhinweise und die Jahrbuchpaten.


Der Bezugspreis beträgt für das Einzelexemplar 10,50 € (europäisches Ausland und Übersee 13,50 €), bei Abnahme von 3-9 Exemplaren je 9 € und von mehr als 10 Exemplaren je 8,45 €.

Bestellungen bei:
Landsmannschaft Weichsel-Warthe,
Bundesverband e.V.,
65185 Wiesbaden,
Friedrichstr. 35 III.,
Tel. 0611/379787